Dresden. Seit Ende Juni zählt am Sachsenplatz ein neues digitales „Fahrradbarometer" jeden vorbeirollenden Radfahrer - die zweite Anlage dieser Art in Dresden nach der an der St. Petersburger Straße. Für Team Zastrow ist das ein Ärgernis mit Ansage. Die Fraktion um Holger Zastrow nennt die Zähler „Verkehrs-Schnickschnack" und erinnert daran, dass es die Barometer ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft haben.
Rund 110.000 Euro - und ein Stopp per Stadtratsbeschluss
Schon die erste Anlage an der St. Petersburger Straße hatte für Aufsehen gesorgt: Knapp 90.000 Euro kosteten die beiden dortigen Geräte. Am Sachsenplatz wurde es mit rund 110.000 Euro sogar noch teurer - den Aufschlag begründet die Stadt mit höheren Tiefbaukosten. Am 13. November zog der Stadtrat die Reißleine und stoppte mit den Stimmen von CDU, AfD, Team Zastrow und FDP/Freie Bürger sämtliche weiteren geplanten Standorte. Nur der Sachsenplatz durfte kommen: Das Barometer war da längst bestellt, produziert und unterwegs.
