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Teure Taxis, unsichere Nächte: CDU drängt auf Uber und Frauentaxis

Teure Taxis, unsichere Nächte: CDU drängt auf Uber und Frauentaxis
Symbolbild Uber / pixabay wal_172619
Von: Dresden News

Die Dresdner Frauen Union fordert ein Frauentaxi-Modell für die Landeshauptstadt und verlangt zugleich, den Fahrdienstleister Uber in Dresden zuzulassen. Der CDU-Ortsverband Schönfelder Hochland schloss sich der Forderung am Dienstag an.

Die Frauen Union verwies einem Bericht der DNN zufolge auf Unsicherheitsgefühle von Frauen in den Abend- und Nachtstunden. Vorsitzende Anne Buder sagte, Sicherheit dürfe nicht von Uhrzeit oder Wohnort abhängen. Sie schlug ein befristetes Pilotprojekt vor, bei dem Frauen für nächtliche Taxifahrten Zuschüsse erhalten. Das Modell solle digital organisiert und mit einer festen Budgetobergrenze versehen sein.

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Buder nannte außerdem konkrete Lücken im Dresdner Norden und bei der Anbindung an den Flughafen. Dort gebe es besonders abends und nachts zu wenige verlässliche Verbindungen. Mehr Anbieter könnten aus ihrer Sicht Wartezeiten verkürzen und die Erreichbarkeit verbessern. Deshalb sprach sich die Frauen Union auch für Uber aus.

Felix Stübner, Vorsitzender der CDU im Schönfelder Hochland, begründete die Forderung mit der schlechteren Anbindung des Stadtteils. Der Start von Uber in Dresden sei überfällig, sagte er. Stübner kritisierte zugleich die gestiegenen Preise auf dem Taximarkt. Ein zusätzlicher Fahrdienst könne gerade zu Spitzenzeiten für Entlastung sorgen.

Taxipreise steigen zum 13. April

Der Stadtrat hatte Ende März eine Erhöhung der Taxitarife beschlossen. Ab 13. April kostet eine Fahrt vom Hauptbahnhof zum Flughafen 48 Euro statt bisher 39 Euro. Für das kommende Jahr ist bereits der nächste Schritt vorgesehen: Dann soll derselbe Weg 51 Euro kosten. Auch der Grundpreis beim Einsteigen steigt, und zwar von 4,50 Euro auf 4,90 Euro zwischen 5 und 20 Uhr. Ab Januar 2027 soll er 5,30 Euro betragen.

Hinzu kommt ein Zuschlag von 14 Euro für Fahrten mit der Taxigenossenschaft im Umland und außerhalb des Dresdner Stadtgebiets. Die Preisanhebung war ursprünglich schon für Januar geplant gewesen, wurde aber wegen des fehlenden Stadtratsbeschlusses verschoben. Nach Angaben aus dem Ratsumfeld sollen damit höhere Löhne und gestiegene Kraftstoffkosten aufgefangen werden.

Vor- und Nachteile einer Uber-Zulassung

Für die CDU-Frauen und den Ortsverband Schönfelder Hochland ist die Preisentwicklung ein weiteres Argument für neue Angebote im Dresdner Nahverkehr auf Abruf. Sie setzten damit auf zwei getrennte, aber miteinander verknüpfte Ziele: mehr Sicherheit für Frauen und mehr Auswahl beim nächtlichen Heimweg.

Für Verbraucher hätte eine Zulassung von Uber in Dresden vor allem zwei mögliche Vorteile: niedrigere Preise und mehr Auswahl, vor allem bei spontanen Fahrten und in Randlagen. Zudem könnte eine App-Buchung Wartezeiten und die Verfügbarkeit transparenter machen.

Es gibt aber auch klare Nachteile: Bei hoher Nachfrage können die Preise steigen, sodass Fahrten teurer werden als erwartet. Außerdem kann ein größerer Preisdruck das lokale Taxi- und Mietwagengeschäft belasten; in der Debatte wird zudem immer wieder auf mögliche Dumpingeffekte und auf die Frage der Sozialstandards verwiesen.

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