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Steinwurf im Gleisbereich: 60-Jähriger attackiert Bundespolizisten am Hauptbahnhof

Steinwurf im Gleisbereich: 60-Jähriger attackiert Bundespolizisten am Hauptbahnhof
Symbolbild Polizei / pixabay dennisweiland
Von: Dresden News

Ein nächtlicher Einsatz am Dresdner Hauptbahnhof ist am frühen Mittwochmorgen gefährlich eskaliert. Ein 60-jähriger Mann bedrohte Beamte der Bundespolizei mit dem Tod, warf einen Pflasterstein in ihre Richtung und leistete bei seiner Festnahme an den Gleisen massiven Widerstand.

Der Vorfall begann gegen 00:25 Uhr direkt vor der Wache der Bundespolizei am Dresdner Hauptbahnhof. Nach Angaben der Behörden sprach der 60-jährige Deutsche zunächst einen Beamten an, um einen vermeintlichen Notfall zu melden. Als der Polizist die Situation genauer klären wollte, kippte die Stimmung des Mannes jedoch abrupt. Er stellte lautstark die Legitimität des Beamten infrage und ignorierte anschließend mehrere Aufforderungen, stehen zu bleiben.

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Flucht an die Gleise und Morddrohung

Die Lage spitzte sich zu, als der Mann die Bahnsteigsperren überwand und unerlaubt an die Gleise in Richtung Freiberger Straße lief. Damit brachte er sich nicht nur durch den laufenden Zugverkehr in Lebensgefahr, sondern suchte auch die direkte Konfrontation mit den ihm folgenden Beamten. Im Bereich eines Wartungstrakts nahm der Beschuldigte einen etwa 10 x 10 Zentimeter großen Pflasterstein an sich, den er aus dem Boden gelöst hatte.

Mit dem Stein in der Hand ging er auf einen Bundespolizisten zu und bedrohte ihn ausdrücklich mit dem Tod. Auch die wiederholte Ankündigung, Pfefferspray einzusetzen, beeindruckte den Angreifer nicht. Als ein zweiter Beamter zur Unterstützung eintraf, wurde es noch gewalttätiger: Der 60-Jährige schleuderte den schweren Stein in Richtung des Polizisten. Der Stein verfehlte den Beamten nur um wenige Meter und schlug im Schotter zwischen den Gleisen ein.

Sturz beendet die Auseinandersetzung

Ein weiterer Angriff wurde nur durch Zufall verhindert. Als der Mann den Stein erneut aufheben wollte, um noch einmal zu werfen, verlor er das Gleichgewicht und stürzte zwischen die Gleise. Die Bundespolizisten nutzten diesen Moment, um ihn aus der unmittelbaren Gefahr zu ziehen und festzuhalten.

Doch auch dann beruhigte sich der Beschuldigte nicht. Er wehrte sich heftig, trat gezielt nach den Einsatzkräften und sperrte sich stark gegen die Fesselung. Trotz einer sichtbaren Schürfwunde am Kopf, die er sich bei dem Sturz zugezogen hatte, verweigerte der Mann anschließend jede medizinische Behandlung durch einen angeforderten Notarzt.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Nachdem die Maßnahmen auf der Wache abgeschlossen waren, wurde der 60-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Folgen des nächtlichen Angriffs sind jedoch erheblich: Die Bundespolizeiinspektion Dresden hat gegen den Mann ein umfangreiches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Er muss sich nun wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung sowie Bedrohung verantworten.

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