„Status: Pillnitz“ - Wie historische Postkarten zum Instagram des Barock wurden
Dresden. Ab dem 1. Mai hängen im Pillnitzer Schlossmuseum rund 90 historische Postkarten – und wer genau hinschaut, erkennt darin die Vorläufer des heutigen Social-Media-Feeds.
Der Briefkasten als Benachrichtigungsfenster
Fünfmal am Tag kam früher der Briefträger. Fünfmal am Tag also die Chance, der Verwandtschaft zu berichten, wie prächtig die Stimmung im Schlosspark ist. Was nach moderner Zeitgeistanalyse klingt, ist die Rahmung der neuen Sonderausstellung: „Status: Pillnitz – Viele Grüße aus dem Schloss".
Aus einem Fundus von rund 800 Exemplaren wurden die spannendsten Motive ausgewählt. Schlossleiterin Josefine Frank sieht darin eine frappierende Ähnlichkeit zu heute: Die schönsten Ansichten und die besondere Atmosphäre wurden damals wie heute geteilt – die Postkarte war quasi das analoge „Like“.
Neu in der Dauerausstellung: Barockes Spiel & Prunk
Wer das Schlossmuseum im Neuen Palais besucht, sollte auch den erweiterten Bereich der Dauerausstellung nicht verpassen: „Barockes Spiel – Prunk, Vergnügen und Inszenierung".
- Highlight: Ein großformatiges Ölgemälde von Johann Alexander Thiele zeigt Pillnitz als Kulisse für höfische Maskenbälle und Feste.
- Mitmach-Angebote: Interaktive Elemente wie ein Puzzle und eine Verkleidungsstation machen die Geschichte besonders für Familien erlebbar.
Service-Infos für Besucher
Das Museum bietet einen idealen Ausflug für den Feiertag am 1. Mai.
- Öffnungszeiten: Täglich 10:00 bis 17:00 Uhr
- Eintritt: Inbegriffen im Tagesticket für Schloss & Park (8,00 € für Erwachsene, 1,00 € für Kinder/Jugendliche bis 16 Jahre).
- Tipp für Stammgäste: Die Jahreskarte „Gartenfreund" kostet lediglich 17,00 € und lohnt sich bereits ab dem dritten Besuch.