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Schloss Albrechtsberg gerettet: Bundesförderung stoppt den Verfall eines Dresdner Wahrzeichens

Schloss Albrechtsberg gerettet: Bundesförderung stoppt den Verfall eines Dresdner Wahrzeichens
Blickt einer trockeneren Zukunft entgegen: das Schloss Albrechtsberg mit seinem dringend sanierungsbedürftigen Dach. Foto: FEdH
Von: Dresden News

Das Problem: Ein Juwel in Not

Wer an warmen Sommertagen über die Dresdner Elbhänge spaziert, bewundert es: Schloss Albrechtsberg thront über dem Elbtal und prägt das Stadtbild wie kaum ein anderes Bauwerk. Doch hinter der prachtvollen Fassade verbirgt sich ein stilles Drama. Das Dach ist durchlöchert von Rissen, Regenwasser sickert ins Innere – und auf dem Dachboden wurden zwischenzeitlich Gefäße platziert, um die schlimmsten Schäden aufzufangen. Denkmalgeschützte Innenräume sind bereits beschädigt.

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Die Lösung: Bundesgeld macht Sanierung möglich

Am 4. März 2026 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages grünes Licht gegeben: 247.500 Euro fließen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes nach Dresden. Ermöglicht haben das die Dresdner Bundestagsabgeordneten Lars Rohwer, Markus Reichel und Rasha Nasr. Gemeinsam mit städtischen Mitteln ergibt das ein Gesamtbudget von rund 500.000 Euro für die Dachsanierung.

Baubürgermeister Stephan Kühn zeigt sich erleichtert: „Das hilft uns sehr, dieses Juwel auch in Zukunft als Ort für Hochzeiten, Konzerte und andere schöne Veranstaltungen zu erhalten."

Was konkret passiert

Ab 2027 starten die Arbeiten – abgestimmt mit dem Denkmalschutz:

  • Erneuerung der Dachdeckung
  • Reparatur der Schornsteine
  • Überprüfung des Dachtragwerks

Die Dachsanierung ist dabei nur der erste Schritt. Danach folgt in einem zweiten Bauabschnitt die Fassadeninstandsetzung.

Geschichte des Schlosses

Schloss Albrechtsberg gehört zu den drei berühmten Dresdner Elbschlössern – gemeinsam mit Schloss Eckberg und dem Lingnerschloss bildet es ein einzigartiges architektonisches Ensemble an den Elbhängen. Erbaut wurde es zwischen 1850 und 1854 nach Plänen des Architekten Adolf Lohse im Auftrag von Prinz Albrecht von Preußen, einem Bruder Kaiser Wilhelms I. – daher auch der Name. Der Bau gilt als eines der bedeutendsten Beispiele des romantischen Historismus in Sachsen und vereint Elemente der Renaissance mit klassizistischen Einflüssen. Nach dem Tod des Prinzen wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer; im 20. Jahrhundert diente es unter anderem als Kinderheim und Kultureinrichtung. Seit der Wiedervereinigung befindet es sich im Eigentum der Stadt Dresden, die es als Veranstaltungs- und Hochzeitslocation betreibt. Das Schloss steht unter Denkmalschutz und zählt heute zu den beliebtesten Ausflugszielen der sächsischen Landeshauptstadt.

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