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Musik stoppt vor 2.000 Gästen: Drastische Wende bei Festival-Nacht in Dresden

Viele Menschen stehen schweigend vor einer überdachten Bühne auf dem Dresdner Neumarkt. Auf der Bühne des Palais Sommer stehen Künstler mit einer venezolanischen Flagge. Rechts im Hintergrund ragt die Kuppel der Frauenkirche auf.
Schweigeminute auf dem Dresdner Neumarkt: Über 2.000 Gäste erhoben sich bei der „Venezolanischen Nacht“ des Palais Sommer, um der Opfer des schweren Erdbebens in Venezuela zu gedenken. Dabei wurden 1.000 Euro Spenden gesammelt. Foto: Palaissommer Dresden
Von: Cornelius de Haas
Eigentlich sollte die „Venezolanische Nacht" beim Palais Sommer ein Fest aus Trommeln, Liedern und Tanz werden. Dann legte sich für eine Minute Stille über den Neumarkt.

Dresden. Am Abend des 5. Juli, dem venezolanischen Nationalfeiertag, war der Dresdner Neumarkt für ein Fest gedacht: Die „Venezolanische Nacht" beim Palais Sommer versprach Trommelrhythmen, südamerikanische Lieder und Tanz. Doch mitten im Programm hielten die Musiker inne. Mehr als 2.000 Gäste erhoben sich zu einer Schweigeminute - für die Opfer des schweren Erdbebens, das Venezuela erschüttert hat.

Die venezolanische Singer-Songwriterin Maya Von fand vor der Bühne Worte für all jene, die alles verloren haben. Trotz der Entfernung, so ihre Botschaft, sei die Heimat allgegenwärtig: „Venezuela lebt in jedem von uns."

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Warum Dresden so eng mit Venezuela verbunden ist

Diese Verbundenheit hat handfeste Gründe. Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen leben rund 10.000 Venezolanerinnen und Venezolaner im Freistaat (Stand: 8. Januar 2026). Viele von ihnen bangen um Angehörige und Freunde in den Katastrophengebieten, wo Tausende obdachlos, verletzt oder verschüttet sind und dringend medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser und Notunterkünfte brauchen.

An diesem Abend blieb es nicht bei Anteilnahme. Gemeinsam mit Los Amigos del Tambor, Armando Reverson, dem Studio Modo und DJ Andrés gestaltete Maya Von die Nacht - und die Gäste sammelten 1.000 Euro für die Erdbebenhilfe des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft. „Die Venezolanische Nacht hat gezeigt, wie Kultur Menschen verbindet", bilanzierte Palais-Sommer-Geschäftsführer Jörg Polenz.

Wie sich die Solidarität fortsetzt

Getragen wird das Engagement von der strategischen Partnerschaft mit der Dresdner Hilfsorganisation arche noVa, die sich seit über 30 Jahren weltweit in Krisengebieten einsetzt. Wer helfen möchte, kann weiterhin online spenden - bei Aktion Deutschland Hilft unter dem Stichwort „Erdbeben Venezuela". Und am 12. Juli lädt der Palais Sommer beim Familientag zu einem kostenfreien Workshop über Lebensmittel und globale Verantwortung ein.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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