Das frühlingshaft warme Wetter der vergangenen Tage hat Tausende Dresdnerinnen und Dresdner ins Freie gelockt – darunter viele an den Kiessee Leuben im Stadtbezirk Leuben. Doch das beliebte Ausflugsziel im Naturschutzgebiet kämpft einmal mehr mit den Folgen des Andrangs: Zurückgelassener Müll, illegale Grillfeuer und Lagerfeuer haben die Belastung des sensiblen Ökosystems erneut deutlich steigen lassen.
Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt appellierte am Montag eindringlich an die Besucher, ihren mitgebrachten Abfall wieder mit nach Hause zu nehmen. Wer dazu nicht in der Lage sei, solle zumindest die eigens aufgestellten Mülltonnen nutzen, die der Stadtbezirk am Montag bereitgestellt hat. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Ebenfalls am Montag wurde die Machbarkeitsstudie einer offiziellen Badestelle an der Kiesgrube Leuben vorgestellt, in der sich auch mit der nachhaltigen Behebung des Müllproblems beschäftigt wird.
Besonders besorgt zeigte sich Lämmerhirt über die wiederholten Verstöße gegen das im Naturschutzgebiet geltende Feuerverbot. „Grillen und Lagerfeuer sind hier ausdrücklich untersagt", betonte er. In den vergangenen Jahren sei es am Kiessee mehrfach zu Bränden gekommen – mit gravierenden Folgen, denn das unwegsame Gelände sei für die Feuerwehr nur schwer zugänglich.