Bei Bauarbeiten für eine neue Grabanlage auf dem Dresdner Heidefriedhof sind Arbeiter auf bisher unbekannte Massengräber aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Insgesamt 49 menschliche Skelette wurden freigelegt. Das Bauprojekt ist vorerst gestoppt, da die Totenruhe und der gesetzliche Schutz der Grabstätten nun Vorrang haben.
Eigentlich sollten auf dem Heidefriedhof in Trachau längst die Weichen für moderne, naturnahe Bestattungen gestellt werden. Doch die Bagger stehen seit Ende Februar still. Am 24. Februar 2026 kam es südlich des Ehrenhains zu einem Fund, der die Planungen des Eigenbetriebs Städtisches Friedhofs- und Bestattungswesen hinfällig machte: In nur 70 Zentimetern Tiefe stießen Bauarbeiter auf ein menschliches Skelett. Da der Fundort in keinem der offiziellen Friedhofspläne als Grabstätte verzeichnet war, wurden umgehend die Kriminalpolizei und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingeschaltet.