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Laderoboter statt Säule: Dresdens Mobilität der Zukunft

Fachpublikum bei der Präsentation eines autonomen Laderoboters im Sportpark Ostra, der ein Elektrofahrzeug mit einem mobilen Akkuwaggon versorgt.
Laden ohne Kabel: Der im Bild gezeigte Prototyp demonstriert, wie ein autonomer Roboter Elektrofahrzeuge mittels mobiler Akkuwaggons flexibel laden kann. Das Projekt im Sportpark Ostra soll Ladeengpässe bei Großveranstaltungen ohne aufwendige Bauarbeiten lösen. Foto: Jan Rieger / MOBILITIES for EU
Von: Cornelius de Haas
Ein Roboter fährt selbstständig zum geparkten Elektroauto und lädt es auf - ganz ohne feste Ladesäule. Volkswagen hat den Prototypen erstmals öffentlich gezeigt, und zwar in Dresden.

Dresden. Keine Ladesäule suchen, keinen Stecker selbst anschließen: Der Roboter startet per App oder über eine direkte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur, steuert das zu ladende Auto eigenständig an und übernimmt den gesamten Ladevorgang - vom Öffnen der Ladeklappe bis zum Entkoppeln des Steckers - ohne jede menschliche Beteiligung.

Das Besondere an dem Konzept: Der Roboter schleppt sogenannte Akkuwaggons mit sich - mobile Energiespeicher mit einem Ladeinhalt von je rund 25 kWh. Er koppelt einen davon ans Fahrzeug, fährt währenddessen zum nächsten Auto weiter und holt den Waggon nach abgeschlossenem Ladevorgang wieder ab. So kann ein einziger Roboter mehrere Fahrzeuge gleichzeitig versorgen, ohne selbst an einer festen Station zu hängen. 

Damit der Roboter sich frei im Parkraum bewegen und Hindernisse erkennen kann, soll er mit Kameras, Laserscannern und Ultraschallsensoren ausgestattet werden. 

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Der Standort ist kein Zufall. Im Ostragehege gibt es bislang nur eine einzige Elektroladestation - bei großen Sportveranstaltungen und gleichzeitigen Messen kommt es dort regelmäßig zu chaotischen Parksituationen und erheblichen Rückstaus. Genau dieses Problem soll der Laderoboter lösen: flexibel, ohne aufwendige Bauarbeiten, ohne Dutzende neuer fest installierter Ladepunkte. 

Der Roboter soll gemeinsam mit dem Mobility Data Space des Fraunhofer IVI Dresden ein digitales Ökosystem für Elektromobilität im Sportpark aufbauen. Das Fraunhofer IVI demonstrierte beim Projekttreffen zugleich ein ferngesteuertes Fahrzeug, das von einem Leitstand in der Dresdner Südvorstadt aus gesteuert wurde - ohne Fahrer am Steuer.

Rasenpflege per Roboter: Automatisierung auch abseits der Straße

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All das geschieht im Rahmen des EU-Projekts „MOBILITIES for EU", das über das Forschungsprogramm Horizont Europa finanziert wird. Volkswagen Group Innovation entwickelt dabei zwei autonome Laderoboter, baut und testet sie im Realbetrieb. Dresden übernimmt gemeinsam mit Madrid eine Vorreiterrolle: Was im Ostragehege funktioniert, soll auf weitere Partnerstädte übertragen werden - darunter Espoo in Finnland, Gdansk in Polen, Trencin in der Slowakei, Sarajevo und Ioannina in Griechenland. Insgesamt sechs Pilotvorhaben zu Personen- und Güterverkehr werden in Dresden erprobt.

Das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden koordiniert das Projekt gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

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Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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