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Klänge der Romantik: Orgelkonzert im historischen Krematorium Tolkewitz

Klänge der Romantik: Orgelkonzert im historischen Krematorium Tolkewitz
Symbolbild Orgel / pixabay albersHeinemann
Von: Dresden News

Am Dienstag, den 14. April 2026, verwandelt sich die Feierhalle des Dresdner Krematoriums in einen Konzertsaal. Studierende der Hochschule für Kirchenmusik präsentieren ab 18 Uhr ein vielseitiges Programm auf der historischen Jahn-Orgel – Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Louis Vierne sowie Improvisationen im romantischen Stil.

Das Städtische Friedhofs- und Bestattungswesen lädt Musikinteressierte ein, die Feierhalle in Dresden-Tolkewitz abseits des Alltags zu erleben. Der Raum mit seiner klaren, sakralen Ästhetik bietet einen ungewöhnlichen Rahmen für spätromantische Orgelmusik.

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Historische Jahn-Orgel als Herzstück

Im Zentrum des Konzerts steht die Orgel der Dresdner Hoforgelbaumeister Julius Jahn & Sohn. Das Instrument stammt aus der Erbauungszeit des Krematoriums. Nach Erweiterungen in den Jahren 1947 und 1966 wurde es 2015 grundlegend restauriert.

Das Gebäude selbst wurde 1911 nach Entwürfen von Professor Fritz Schumacher errichtet und gilt als bedeutendes Beispiel der Reformbaukunst.

Einblicke in ein besonderes Notenarchiv

Das Krematorium verfügt über ein umfangreiches Notenarchiv an der Orgelempore – neben Klassikern von Johann Sebastian Bach auch Kompositionen, die eigens für Trauerfeiern in Krematorien geschrieben wurden: die „Abschieds- und Friedensgesänge" des Dresdner Komponisten Hans Fährmann sowie Trauermärsche von Edwin H. Lemare, Uso Seifert und Felix Draeseke.

Unterstützung für den musikalischen Nachwuchs

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine Kollekte gebeten – die Spenden fließen in das studentische Kantatenprojekt der Hochschule für Kirchenmusik.

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