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Kastanien sterben – Dresden setzt in Cotta auf neue Baumart

Kastanien sterben – Dresden setzt in Cotta auf neue Baumart
Am Emerich-Ambros-Ufer – hier der Blick von der Fröbelstraße Richtung Nossener Brücke – werden ab dem 24. März 2026 insgesamt 48 Purpur-Erlen gepflanzt, um den Alleen-Charakter entlang der Vereinigten Weißeritz wiederherzustellen. Foto: CdH
Von: Dresden News
Wo kranke Rosskastanien gefällt wurden, wachsen künftig klimafeste Purpur-Erlen – und ein zweiter Bauabschnitt ist bereits in Planung.

Entlang der Vereinigten Weißeritz im Stadtbezirk Cotta kehrt Grün zurück: Ab Dienstag, 24. März 2026, pflanzt die Firma GLF Garten- und Landschaftsbau Dresden GmbH im Auftrag des städtischen Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft insgesamt 48 Purpur-Erlen am Emerich-Ambros-Ufer. Die Arbeiten erstrecken sich auf den Abschnitt zwischen Wernerstraße und Fröbelstraße und sollen voraussichtlich bis Ende April abgeschlossen sein.

Warum wurden Bäume gefällt?

Der Auslöser ist der schlechte Zustand der bestehenden Rosskastanien. Die Baumart leidet zunehmend unter den Folgen des Klimawandels – Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall setzen ihr zu. Sechs bereits abgestorbene oder stark geschädigte Exemplare wurden daher in dieser Wintersaison im ersten Bauabschnitt gefällt. An ihrer Stelle – und an weiteren Standorten entlang des Ufers – entstehen nun die Neupflanzungen.

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Die neue Baumart: Purpur-Erle

Wuchshöhe: 12–15 m (je nach Standort bis ~18 m) | Kronenbreite: 8–10 m (bis ~12 m möglich) | Kronenform: kegel- bis eiförmig | Frosthärte: hoch | Windfestigkeit: gut | Besonderheit: Bienenweide, feuchtigkeitsliebend

Die Wahl der Purpur-Erle folgt dem Straßenbaumkonzept der Landeshauptstadt Dresden. Die Art gilt als robust und ist für den städtischen Straßenraum gut geeignet – sie verträgt Verdichtung, Hitze und feuchte Standorte gleichermaßen. Amtsleiter Dr. Sascha Döll begründet die Entscheidung so: „Durch die Nachpflanzung der Erlen soll der geschlossene Allee-Charakter entlang der Vereinigten Weißeritz wiederhergestellt und dauerhaft gesichert werden. Die Pflanzung dient der Verbesserung des Stadtklimas und damit dem Allgemeinwohl."

Hinweis für Allergiker: Die Purpur-Erle ist ein Frühblüher und zählt zu den pollenbelastenden Baumarten – ähnlich wie Birke oder Hasel. Wer auf Erlenpollen empfindlich reagiert, sollte dies künftig beim Aufenthalt in der Nähe des Emerich-Ambros-Ufers im Frühjahr berücksichtigen. Weitere Informationen bietet der Polleninformationsdienst unter pollenstiftung.de.

Wie wird das bezahlt?

Die Kosten für Planung und Pflanzung der 48 Erlen im ersten Bauabschnitt belaufen sich auf rund 174.000 Euro. Sie werden aus drei Quellen getragen: Ausgleichsgeldern der SachsenEnergie, Mitteln der DVB sowie Haushaltsmitteln des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.

Wie läuft der Verkehr während der Arbeiten?

Das Emerich-Ambros-Ufer bleibt während der gesamten Bauarbeiten durchgängig befahrbar. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten – also vor 9 Uhr und nach 15 Uhr – kann es zeitweise zu halbseitigen Sperrungen kommen. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten in diesen Zeiten mit kurzen Wartezeiten rechnen.

Zweiter Bauabschnitt bereits in Planung

Sobald die Finanzierung gesichert ist, sollen weitere 60 Bäume flussabwärts in Richtung Flügelweg gepflanzt werden. Der zweite Abschnitt würde die Allee entlang der Vereinigten Weißeritz noch deutlich verlängern und das Stadtbild in Cotta nachhaltig prägen.

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