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Dresden: So groß feiert die Scheune ihr Comeback in der Neustadt

Bunte Kreideschrift auf dem Pflaster vor dem Scheune-Gebäude in der Dresdner Neustadt: „CIAO BLECHSCHLOSS HALLO SCHEUNE 18.-20.09.26“. Im Hintergrund ist das sanierten Gebäude mit der auffälligen grünen Eingangsnische zu sehen.
Der Countdown läuft: Bereits im Frühjahr kündigte bunte Kreide auf dem Vorplatz an der Alaunstraße das Comeback der Dresdner „scheune“ an. Nach fünf Jahren Sanierung gibt es nun erste Details des ältesten Jugendklubs der Stadt für seine große Wiedereröffnung vom 18. bis 20. September 2026. Archivfoto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Fünf Jahre lang war es still im ältesten Jugendklub Dresdens - jetzt kehrt das Leben zurück. Die Scheune lädt zu einem ganzen Wiedereröffnungswochenende, und neben einem Geheim-Act stehen auch echte Neustädter Lokalhelden auf der Bühne.

Dresden. Es ist ein Comeback, auf das die Dresdner Neustadt lange gewartet hat: Vom 18. bis 20. September 2026 feiert das Kulturzentrum scheune unter dem Motto „SCHEUNE IS BACK" seine Wiedereröffnung. Fünf Jahre nach dem letzten Vorhang öffnet das Haus an der Alaunstraße wieder seine Türen - runderneuert, erweitert und mit einem ganzen Festwochenende im Gepäck.

Der Zeitpunkt könnte kaum symbolträchtiger sein. Denn in diesem Jahr wird die scheune 75 Jahre alt und gilt damit als ältester Jugendklub der Stadt. Seit Jahrzehnten ist das Haus ein zentraler Ort der freien, nichtkommerziellen Kultur in Dresden - ein Platz für Klub- und Stadtteilkultur, den viele in den vergangenen Jahren schmerzlich vermisst haben.

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Vom letzten Vorhang bis zum großen Comeback

Der „letzte Vorhang", von dem die Macher sprechen, fiel im November 2021 mit einer Abrissparty. Damit der Geist des Hauses die Bauzeit überlebte, zog direkt daneben ein Interim ein: das bunte „Blechschloss" aus Containern, das gut vier Jahre lang niedrigschwellige Kultur bot und erst vor wenigen Monaten weichen musste. Sein Zweck war von Anfang an klar - den Spirit der scheune am Ort zu halten, bis er nahtlos in die frisch sanierten Mauern zurückkehren kann.

Aus „M" wird „XL": das neue Haus

Hinter den Kulissen wurde seit Oktober 2022 kräftig gebaut. Nötig geworden war die Sanierung, weil das 1951 errichtete und in den 1990ern nur teilsanierte Gebäude den heutigen Anforderungen an Brandschutz und Barrierefreiheit nicht mehr genügte. Für rund 9,5 Millionen Euro entstand daraus ein modernes Kulturzentrum - Baubürgermeister Stephan Kühn brachte es griffig auf die Formel, das Herz der Neustadt wachse „von M auf XL".

Konkret heißt das: Neben dem großen Saal gibt es künftig auch einen kleinen Saal, es passen mehr Zuschauer hinein, und der Eingang ist nun barrierefrei. Der große Saal wurde stützenfrei gestaltet, was für bessere Sicht und flexible Nutzung sorgt, dazu wurde die Akustik deutlich verbessert. Der charakteristische Kern des Gebäudes aber blieb erhalten – die scheune soll sich also neu und doch vertraut anfühlen.

Drei Tage, drei Stimmungen

Auch wenn das finale Programm noch unter Verschluss ist, steht der Ablauf des Eröffnungswochenendes bereits fest - und er hat für jeden etwas.

Den Auftakt macht am Freitag die große „SCHEUNE IS BACK REVUE". Wer dort auf der Bühne steht, verrät das Haus noch nicht ganz: Angekündigt ist ausdrücklich ein „Secret Act", der für Spannung sorgen dürfte.

Am Samstag heißt es dann Türen auf für alle. Das „OPEN HOUSE" ist kostenfrei und lädt zum Entdecken des neuen Hauses ein - ideal, um die runderneuerten Räume in Ruhe zu erkunden. Im Großen Saal spielen mit Fiffi und die Kids echte Neustädter Lokalmatadoren. Die Band verbindet New Wave mit modernem Indie-Pop; Kritiker attestieren ihren Texten und Melodien eine „griffig süße Leichtigkeit" und eine „fidele Melancholie" - ein Heimspiel im wahrsten Sinne.

Am Sonntag folgt schließlich der offizielle Programmstart - und der hat für alle Generationen etwas. Für die Jüngsten legt Luis Lametta bei seiner Kinderdisko „Glitzerkids" auf, während als einer der ersten bestätigten Namen Rapper und Songwriter Grim104 auf der Bühne steht. Weitere Künstlerinnen und Künstler wurden bereits in den Tagesprogrammen angekündigt, das vollständige Line-up soll in Kürze folgen.

Das Herz der Neustadt schlägt wieder

Für das Viertel ist die Rückkehr weit mehr als die Eröffnung eines Veranstaltungshauses. Betrieben vom scheune e. V., steht das Haus exemplarisch für kulturelle Selbstorganisation, künstlerische Vielfalt und gesellschaftliche Offenheit - Werte, die in der Neustadt seit jeher großgeschrieben werden. Nach fünf Jahren Pause soll dieser besondere Geist nun zurückkehren, wo er hingehört.

Alle weiteren Details, Tickets und das wachsende Line-up veröffentlicht die scheune fortlaufend auf ihrer Website.

Willkommen zurück, scheune. Was sonst in der Stadt passiert, lest ihr in den Dresden News.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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