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Dresden in Zahlen: Erstmals weniger Grundschüler - und der Tourismus schwächelt

Panoramablick auf die Dresdner Altstadt bei warmem Abendlicht: Die Elbe spiegelt die historische Kulisse mit der Frauenkirche und Raddampfern am Ufer wider. Der Himmel erstrahlt in sanften Orange- und Gelbtönen mit leichten Wolkenstreifen.
Glanz mit Schattenseiten: Die berühmte Elbflorenz-Kulisse strahlt wie eh und je – doch der neue Statistikbericht zeigt überraschende Risse. Von fehlenden Schülern bis zu leeren Fliegern: Dresden steht vor einer Trendwende. Archivfoto: pixabay/tphananh
Von: Cornelius de Haas
Von halbierten Flugverbindungen bis hin zu leeren Stühlen in den ersten Klassen: Der neue Bericht der Dresdner Statistikstelle offenbart eine leise, aber deutliche Trendwende. Warum in der Elbmetropole plötzlich Hunderte Grundschulkinder fehlen, wieso bekannte Auslandsgäste ausbleiben und in welchen Bereichen die Zahlen dennoch überraschen.

Dresden. Sinkende Gästezahlen, ein überraschender Knick bei den Jüngsten und eine spürbar mühsamere Bürgerumfrage: Das neue Quartalsblatt „Dresden in Zahlen" der Kommunalen Statistikstelle zeichnet für das erste Quartal 2026 ein Bild leiser Trendwenden.

Weniger Gäste, weniger Übernachtungen

2025 zählten Dresdens 176 geöffnete Beherbergungsbetriebe rund 2,19 Millionen Gäste - drei Prozent weniger als im Vorjahr. Die 4,57 Millionen Übernachtungen bedeuteten ein Minus von 1,4 Prozent. Knapp jede fünfte Ankunft entfiel auf ausländische Gäste (19,4 Prozent), die im Schnitt gut zwei Tage blieben. Am gefragtesten waren Mai, August und Dezember - Letzterer dank des Striezelmarktes.

Größte Auslandsgruppe waren erneut die Polen mit rund 49.800 Ankünften, gefolgt von den USA (36.700) und Österreich (31.800). Deutlich unter Vor-Corona-Niveau blieben China - 2019 noch über 30.600 Gäste, 2025 nur noch gut 12.200 - und Großbritannien. Die Statistiker führen den Rückgang auch auf ausgedünnte Flugverbindungen zurück: Starteten und landeten 2019 noch über 20.000 Maschinen in Dresden, sind es zuletzt nur noch rund 11.000 pro Jahr.

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Erstmals seit Jahren weniger Grundschüler

Rund 64.400 Schülerinnen und Schüler besuchten im Schuljahr 2025/2026 die knapp 180 Dresdner Schulen, etwa 5.000 beendeten ihre Schulzeit. Insgesamt wächst die Zahl zwar weiter, doch das Tempo hat stark nachgelassen: Lag das Plus 2018/2019 noch bei gut drei Prozent, waren es zuletzt unter einem Prozent.

Bemerkenswert ist der Knick bei den Kleinsten: An den Grundschulen sank die Zahl erstmals seit vielen Jahren - auf rund 21.800 Kinder, etwa 400 weniger als im Vorjahr. An den weiterführenden Schulen stieg sie dagegen weiter, wobei die Gymnasien nur noch knapp 270 Kinder zulegten (2022/2023 waren es noch 910) und die Oberschulen mit einem Plus von 370 kräftiger wuchsen.

Weniger Menschen in Grundsicherung

Ende 2025 bezogen in Dresden rund 37.200 Menschen Grundsicherungsleistungen, darunter etwa 27.000 erwerbsfähige - das entsprach 8 Prozent der unter 65-Jährigen. Seit dem 1. Juli 2026 löst das neue Grundsicherungsgeld das Bürgergeld ab. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank binnen zehn Jahren deutlich: von rund 27.600 im Jahr 2015 auf etwa 21.400, ein Minus von gut 6.200. 64 Prozent davon sind Alleinlebende; in mehr als jeder vierten leben Kinder, wobei Alleinerziehende mit 18 Prozent klar häufiger betroffen sind als Paare mit Kindern (10 Prozent).

Mühsamere Bürgerumfrage

Von März bis Juli 2026 lief die 16. Kommunale Bürgerumfrage. Von rund 18.800 zustellbaren Fragebögen kamen 5.744 zurück - eine Rücklaufquote von 30,5 Prozent und damit zwei Prozentpunkte weniger als 2024. Erstmals beteiligten sich mehr Menschen online (17,8 Prozent) als per Papierbogen (12,7 Prozent). Am höchsten war die Teilnahme in Blasewitz mit 38 Prozent, am niedrigsten wie stets in Gorbitz und Prohlis, wo der Rücklauf zusätzlich um drei bzw. fünf Punkte fiel.

Als Gründe für die schwächere Beteiligung nennt die Statistikstelle Verzögerungen beim Druckdienstleister und eine früh verpuffte Öffentlichkeitsarbeit. Die Ergebnisse sollen Anfang 2027 vorliegen.

Das Quartalsblatt „Dresden in Zahlen - I. Quartal 2026" steht kostenfrei unter www.dresden.de/statistik zum Download bereit.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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