Dresden. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde in Dresden gleich zweimal Großalarm ausgelöst: Zwei Brände an unterschiedlichen Orten hielten die Feuerwehr von den späten Abendstunden bis weit nach Mitternacht in Atem. Der erste Einsatz begann um 21:27 Uhr am Lugaer Graben in Großschachwitz, wo die automatische Brandmeldeanlage eines Heizkraftwerks Alarm schlug. Schon auf der Anfahrt war klar, was die Einsatzkräfte erwartete: Dichter schwarzer Rauch stieg weithin sichtbar über dem Werksgelände auf.
Brand eingedämmt: Heizkraftwerk bleibt vor Totalschaden verschont
Die Löscharbeiten zogen sich bis 01:37 Uhr hin. Überdrucklüfter entrauchten anschließend die betroffenen Anlagenteile, Wärmebildkameras spürten letzte verbliebene Glutreste auf.
Dass das Feuer nicht auf das gesamte Heizkraftwerk übergriff und ein weitaus größerer Schaden ausblieb, verdankt Großschachwitz dem entschlossenen Zusammenspiel von Belegschaft und Feuerwehr in den entscheidenden ersten Minuten.
Containerbrand am Neustädter Markt: Feuer direkt vor Wohnhaus
Noch während die Einsatzkräfte in Großschachwitz mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt waren, schlug es in der Innenstadt erneut Alarm. Um 23:54 Uhr meldete die Feuerwehr einen Brand am Neustädter Markt in der Inneren Neustadt. Vor dem Eingangsbereich eines Wohnhauses brannte der Inhalt eines rund zehn Kubikmeter großen Absetzcontainers in voller Ausdehnung - ein bedrohliches Bild mitten im belebten Stadtquartier.
22 Einsatzkräfte brachten das Feuer bis 00:15 Uhr unter Kontrolle. Um auch tief ins Brandgut vorzudringen, mischten die Einsatzkräfte dem Löschwasser Netzmittel bei – ein Verfahren, das die Oberflächenspannung des Wassers senkt und selbst dicht gepacktes Material durchtränkt. Parallel dazu maßen Einsatzkräfte die Luftqualität in mehreren umliegenden Wohnungen. Das Ergebnis: keine Belastung, keine gesundheitliche Gefahr für die Bewohner.