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Gewalt in Dresdner Regionalzügen: Zwei Angriffe

Ein Polizeifahrzeug mit der Aufschrift „POLIZEI“, das für polizeiliche Ermittlungsarbeit steht.
Ermittlungen laufen: Die Bundespolizeiinspektion Dresden sucht nach den Vorfällen in Regionalzügen dringend nach Zeugen. Symbolbild Polizei / pixabay TechLine
Von: Cornelius de Haas
Lokführer niedergeschlagen, Jugendliche attackiert - zwei Regionalbahnen werden an einem Wochenende zum Tatort. Die Bundespolizei Dresden ermittelt und sucht dringend Zeugen.

Dresden. Es begann mit einem Regelverstoß, der eigentlich glimpflich hätte enden können: Am Samstagabend, dem 30. Mai 2026, überquerten ein 16-jähriger Ukrainer und sein Begleiter nahe Ottendorf-Okrilla-Nord verbotenerweise die Bahngleise. Eine Zugbegleiterin hielt die Situation mit ihrem Handy fest - vermutlich als Dokumentation für die Bahn. Was folgte, hätte niemand erwartet.

Die beiden Jugendlichen fühlten sich ertappt und gingen im Zug zur Tat über. Sie bedrängten die Mitarbeiterin so massiv, dass der Lokführer seinen Führerstand verließ und seiner Kollegin zu Hilfe eilte. Ein Schritt, der ihn teuer zu stehen kam.

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Brutaler Angriff auf Lokführer im Fahrgastraum

Der 16-Jährige schlug dem Lokführer unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, warf ihn zu Boden und trat auf ihn ein. Der Angriff war so heftig, dass ein 23-jähriger Mitreisender eingriff und im Zuge der Nothilfe Tierabwehrspray auf den Angreifer sprühte. Der Jugendliche flüchtete daraufhin aus dem Zug.

Doch das Spray traf nicht nur den Täter: Lokführer, Zugbegleiterin und ein weiterer Fahrgast erlitten Reizungen an Augen und Atemwegen. Drei Menschen verletzt - darunter zwei Bahnmitarbeiter, die schlicht ihren Job gemacht hatten. Die Landespolizei stellte den flüchtenden Jugendlichen kurz darauf in einem nahegelegenen Waldstück. Der 16-Jährige war alkoholisiert - und trug ein verbotenes Einhandmesser bei sich. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er seiner Mutter übergeben.

Seine ebenfalls betrunkene Begleitperson wurde kurz darauf vom Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn aufgegriffen und dem Jugendnotdienst übergeben.

Angreifer schlägt in RE auf Jugendgruppe ein

Nur 24 Stunden zuvor war ein Regional Express in Richtung Dresden-Neustadt Schauplatz eines anderen Vorfalls. Gegen 23:30 Uhr am Freitagabend störte sich ein bislang unbekannter Mann an der lauten Unterhaltung einer Jugendgruppe. Er forderte vier der Teenager - zwischen 16 und 19 Jahren - auf, mit ihm auszusteigen, um die Sache „zu klären".

Als die Jugendlichen das ablehnten, schlug er ohne Vorwarnung zu: zwei Faustschläge ins Gesicht, direkt und kalt. An einem Halt am Bahnhof Dresden-Klotzsche eskalierte die Situation weiter. Der Unbekannte attackierte die Gruppe erneut mit Schlägen und Tritten. Einen 16-Jährigen, der schlichtend eingriff, traf er mit einem gezielten Ellenbogenschlag ins Gesicht.

Erst eine Durchsage des Zugpersonals setzte dem Angriff ein Ende. Der Täter verschwand gemeinsam mit drei Begleitern an der Haltestelle und flüchtete in eine Straßenbahn Richtung Dresden-Neustadt. Die eingeleitete Fahndung verlief erfolglos. Der Mann ist bis heute unbekannt. Die Jugendlichen trugen leichte Verletzungen davon.

Bundespolizei sucht Zeugen beider Vorfälle

Die Bundespolizeiinspektion Dresden ermittelt in beiden Fällen und bittet Zeugen dringend um Hinweise. Wer Beobachtungen zu den Tätern oder den Tatabläufen gemacht hat, kann sich unter der Telefonnummer 0351 / 81502-0 melden.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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