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Fünf Tonnen Stein für die Neustadt: Die ‚Bildhauerei‘ ist zurück

Eine Werkstattaufnahme der barocken Skulptur „Bildhauerei“, links das dunkle Original und rechts die neu angefertigte, helle Sandstein-Kopie, gefertigt im klassischen Punktierverfahren.
Handwerkskunst trifft Tradition: Die Kopie der „Bildhauerei“ entstand im aufwendigen klassischen Punktierverfahren. Links im Bild ist das dunkle Original aus dem Lapidarium zu sehen, rechts der neu geschlagene Sandstein. Foto: Jenny Pfriem/Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft
Von: Cornelius de Haas
Aus einem fünf Tonnen schweren Sandsteinblock ist eine barocke Figur geworden, die jetzt wieder auf der Hauptstraße steht. Doch drei Postamente warten noch - und Dresden bittet erneut um Hilfe.

Dresden. Aus einem rund fünf Tonnen schweren Rohblock feinkörnigen Cottaer Sandsteins schlug Diplom-Bildhauer Sebastian Hempel eine barocke Figur heraus - übrig blieb am Ende eine Skulptur von etwa einer Tonne. Jetzt steht die „Bildhauerei" als Kopie wieder auf der Mittelachse der Hauptstraße in der Inneren Neustadt, dort, wo ihr Original einst Platz hatte.

Möglich wurde die Rückkehr durch viele Hände. „Die Herstellung der ‚Bildhauerei' war nur durch großzügige finanzielle Hilfe vieler Förderer möglich", sagt Dr. Sascha Döll, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Fast 4.000 Euro kamen allein durch Spenden zusammen, getragen vom Engagement des Handels- und Kulturvereins Hauptstraße e. V. und der Dresdner Bürgerinnen und Bürger. Stadtbezirksamtsleiter André Barth dankt zudem dem Stadtbezirksbeirat Neustadt, der mit 10.000 Euro half. Insgesamt kostete die Figur rund 35.700 Euro - finanziert aus mehreren Töpfen, darunter rund 18.000 Euro aus dem Fonds des ehemaligen DDR-Parteivermögens.

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Die historische, dunkle Sandsteinskulptur „Malerei“ liegt geschützt auf einer Holzpalette in der Ruine der Zionskirche (Lapidarium).
Warten auf den Neustart: Die Skulptur „Malerei“ ist eines der Originale, die derzeit im Lapidarium der Zionskirche lagern. Sie soll als nächstes Replikat für die Hauptstraße kopiert werden. Foto: Jenny Pfriem/Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft

Doch die Arbeit ist nicht getan: Drei Postamente entlang der Hauptstraße stehen noch leer. Als nächste soll die „Malerei" folgen – und auch dafür hofft die Stadt auf Unterstützung. „Helfen Sie uns mit Ihrer Spende zugunsten des Fonds Stadtgrün bei der Finanzierung dieser Figur", appelliert Döll an die Dresdnerinnen und Dresdner.

Hinter dem Projekt steht eine lange Geschichte. Die barocken Skulpturen – Werke unter anderem von Johann Baptist Dorsch, Thaddäus Ignatius Wiskotschill und Johann Ferdinand Feige - kamen 1979 auf die neu gestaltete Hauptstraße. Wegen ihres schlechten Zustands wurden die wertvollen Originale 2014 ins städtische Lapidarium in der Ruine der Zionskirche gebracht, wo sie bis heute lagern. Seit 2023 entstehen schrittweise Kopien, die nach und nach ihren angestammten Platz wieder einnehmen. Nach „Archäologie", „Architektur", „Lied" und „Urania" ist die „Bildhauerei" nun die fünfte, die zurückkehrt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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