Dresden. Wer dieser Tage den Weg vom Körnerweg hoch zum Schloss Albrechtsberg nimmt, sieht: Am Römischen Bad tut sich was. Seit gut einer Woche steht das Gerüst an den Kolonnaden – endlich. Denn in diesem Frühjahr haben sich die Fledermäuse Zeit gelassen. Erst in der Woche vor Ostern verließen die letzten der von der Stadt auf mehr als 1.000 Exemplare geschätzten Abendsegler ihr Nest unterhalb der Säulengänge. „Die Fledermäuse hatten endlich ein trockenes Winterquartier", sagt Baubürgermeister Stephan Kühn – ein kleiner Erfolg, der zeigt, dass die Abdichtungsarbeiten des vergangenen Jahres gewirkt haben.
Nun läuft die Uhr. Bis zum 16. August muss das Gerüst wieder abgebaut sein, dann beginnt die Schutzzeit der Tiere erneut. Projektleiterin Romy Eichler erklärt, was in diesen knapp vier Monaten passiert: Die Sandsteinsäulen werden gereinigt und ausgebessert, eine Stützwand im Hang mit Metallstäben verankert, Balustraden demontiert, restauriert und neu befestigt. Putz- und Malerarbeiten, die die ursprüngliche Farbfassung wiederherstellen, dürfen auch nach der Rückkehr der Fledermäuse im Herbst fortgesetzt werden.