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Filmgeschichte neu erleben: Die 11. Dresdner Stummfilmtage feiern „Silent Innovations“

Filmgeschichte neu erleben: Die 11. Dresdner Stummfilmtage feiern „Silent Innovations“
Ein Höhepunkt der 11. Stummfilmtage: "Die Büchse der Pandora". Bildnachweis: © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Von: Cornelius de Haas

Dresden wird wieder zur Bühne der Filmgeschichte: Vom 8. bis 15. März 2026 laden die 11. Dresdner Stummfilmtage unter dem Motto „Silent Innovations“ dazu ein, Stummfilmklassiker neu zu entdecken – mitreißend live begleitet und mit frischem Blick auf technische und künstlerische Meilensteine.

Im Mittelpunkt stehen Filme, die Filmgeschichte geschrieben haben – manche weltberühmt, andere fast vergessen, aber alle wegweisend. Das Publikum begegnet einem der ersten Kinderstars der Leinwand: Jackie Coogan in der berührenden Tragikomödie „My Boy“. Mit „The Black Pirate“ wird einer der frühen Technicolor-Farbfilme gezeigt – ein visuelles Abenteuer, das schon vor 100 Jahren neue Maßstäbe setzte. Visionär und seiner Zeit weit voraus ist zudem Fritz Langs Science-Fiction-Drama „Frau im Mond“, eines der ersten Weltraumabenteuer der Filmgeschichte.

Zu den weiteren Höhepunkten zählt „Die Büchse der Pandora“ – ein Film, der mit seiner komplexen, selbstbestimmten Frauenfigur neue Akzente setzte. Mit „Der letzte Mann“ revolutionierte F. W. Murnau durch die berühmte „entfesselte Kamera“ die Filmsprache nachhaltig. Und „Die Buddenbrooks“ steht exemplarisch für eine der ersten großen Literaturverfilmungen ihrer Zeit.

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Ein besonderes Ereignis bildet das große Finale: Lotte Reinigers „Abenteuer des Prinzen Achmed“ – der erste abendfüllende Animationsfilm der Filmgeschichte. Anlässlich des 100. Jahrestags seiner Uraufführung wird das Meisterwerk in Dresden mit einer eigens geschaffenen Neukomposition für zwei Violinen, Viola, Cello und Piano präsentiert – ein eindrucksvolles Zusammenspiel von Bildkunst und Live-Musik.

Die 11. Dresdner Stummfilmtage verbinden Nostalgie mit Innovation und zeigen, wie modern und bewegend das frühe Kino bis heute ist. Eine Woche lang wird Dresden zum Treffpunkt für Filmbegeisterte, Musikliebhaber und alle, die Filmgeschichte lebendig erleben möchten.

Spielstätten & Kartenreservierung

Die Veranstaltungen finden an mehreren besonderen Orten in Dresden statt: in den Technische Sammlungen Dresden (Junghansstraße 1–3, 01277 Dresden), im Kino im Kasten (August-Bebel-Straße 20, 01219 Dresden), in der Versöhnungskirche Striesen (Schandauer Straße 35, 01277 Dresden), in der Kulturkirche Weinberg Dresden Trachenberge (Albert-Hensel-Straße 3, 01129 Dresden) sowie im Kulturpalast Dresden (Schloßstraße 2, 01067 Dresden).

Karten für die Vorstellungen in den Technischen Sammlungen Dresden können online oder telefonisch beim Besucherservice unter 0351 488 72 72 (Montag bis Freitag) reserviert werden. Bitte beachten Sie, dass reservierte Karten spätestens 15 Minuten vor Filmbeginn abgeholt werden müssen, da danach der Anspruch auf die Reservierung erlischt. Der Eintritt beträgt dort 10 Euro, ermäßigt 9 Euro.

Im Kino im Kasten ist der Eintritt frei, eine Reservierung ist nicht erforderlich. Für die Veranstaltungen in der Versöhnungskirche Striesen (10 Euro) sowie in der Kulturkirche Weinberg Dresden Trachenberge (15 Euro, ermäßigt 12 Euro) gilt: Einlass jeweils eine Stunde vor Filmbeginn, keine Reservierung notwendig. Karten für die Veranstaltung im Kulturpalast sind über die Website der Dresdner Philharmonie erhältlich.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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