Dresden. Hier wurde einst Strom und Wärme für die halbe Stadt erzeugt, heute stehen Sänger und Schauspieler auf der Bühne: Das Kraftwerk Mitte hat sich vom stillgelegten Heizkraftwerk zum Kulturquartier gewandelt. Das wird auch in diesem Jahr wieder gefeiert, und zwar am Samstag, den 5. September, von 11 bis 19 Uhr. Diesmal fällt das Fest mit zwei runden Zahlen zusammen: Vor 15 Jahren begannen die Planungen für den Umbau, vor zehn Jahren zogen die Staatsoperette Dresden und das tjg. theater junge generation in den Neubau. Der Eintritt ist frei, das Programm richtet sich an die ganze Familie.
Zirkus, Bühnenblick und Brauereiführung
Fast alle Einrichtungen des Geländes öffnen ihre Türen. Für Kinder gibt es einen Mitmachzirkus (16 Uhr), eine Kinderdisco mit La Rey (17 Uhr), Mini-Eisstockschießen und jede Menge Bastel- und Spielangebote. Hinter die Kulissen führen mehrere Rundgänge: Die Staatsoperette bietet Theaterführungen (ab 11.30 Uhr), Lohrmanns Brew zeigt seine Brauerei (12, 14 und 16 Uhr), und die Igeltour führt über das Gelände. Um 18 Uhr steht die kostenfreie Saisonvorschau „Showtime!" der Staatsoperette auf dem Programm. Neu ist in diesem Jahr die SachsenEnergie-Meile mit Geschicklichkeitsspielen und einer Trinkwasserbar. Für Essen und Trinken sorgen die Gastronomiebetriebe auf dem Areal; um 19.15 Uhr folgt der Fassbieranstich. Seit 2018 lockt das Fest bis zu 4.000 Gäste.
Vom Heizkraftwerk zum Kulturquartier
Das Heizkraftwerk Dresden-Mitte ging 1994 vom Netz. Der Wandel begann mit einem Stadtratsbeschluss von 2010, hier eine gemeinsame Spielstätte für Staatsoperette und tjg. zu bauen. 2012 begannen die Bauarbeiten, 2014 wurde das erste sanierte Gebäude an die Hochschule für Musik übergeben, 2016 folgte das Theatergebäude. Heute sind auf dem Gelände unter anderem die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen, das Energie-Museum der SachsenEnergie, das Heinrich-Schütz-Konservatorium, das Zentralkino und mehrere Vereine untergebracht. „Mit den verschiedenen Ansiedlungen ist ein wunderbarer Ort entstanden, der kulturelle Vielfalt, Kreativität, gesellschaftliches Miteinander und kulturelle Bildung verbindet", sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.