Dresden. Zum Ende der Saison schlägt die Sächsische Staatskapelle noch einmal das große Märchenbuch auf. Ihr 12. Sinfoniekonzert versammelt drei Werke, die berühmte Erzählungen der Weltliteratur in Musik übersetzen - jedes auf seine eigene Weise, vom übermütigen Spiel mit der Magie bis zur tödlichen Liebe.
Den Auftakt macht Paul Dukas' „Zauberlehrling" von 1897, der Goethes Ballade in Orchesterfarben übersetzt. Hörbar kippt darin das übermütige Spiel mit der Magie, bis das Geschehen außer Kontrolle gerät - bis heute ein vielgespieltes Beispiel dafür, wie Musik eine Handlung erzählen kann. Danach führt Unsuk Chin mit „Puzzles and Games" in die skurrile Traumwelt von „Alice im Wunderland". Ihr rund zwanzigminütiges Werk, 2017 aus ihrer gleichnamigen Oper entstanden, verbindet virtuosen Sologesang mit einer schillernden Orchestersprache.