Um 17:30 Uhr hebt am 30. April ein Airbus A319 vom Flughafen Dresden ab. Kein Urlaubsflug, kein Geschäftstermin – die Maschine dreht eine Runde über der Stadt und landet anderthalb Stunden später wieder, wo sie gestartet ist.
Veranstalter ist Niki Aviation & Holidays, die Maschine gehört zur Fluggesellschaft Sundair. Die Flugroute legt der Veranstalter erst kurz vor dem Start fest, abhängig vom Wetter. Beim letzten Rundflug im April 2025 – damals zum 90. Jubiläum des Dresdner Airports – führte die Route über Radebeul, vorbei an Schloss Moritzburg, weiter nach Radeburg und in einem großen Bogen bis zur sächsisch-brandenburgischen Grenze bei Königsbrück. In knapp 1.600 Metern Höhe, bei einem späten Sonnenuntergang kurz nach 20 Uhr, dürfte die Aussicht auf das Elbtal diesmal ähnlich ausfallen.
Während des gesamten Fluges kommentiert einer der Veranstalter, der selbst Copilot bei einer Frachtfluggesellschaft ist, live aus dem Cockpit. Er erklärt die Route, benennt Sehenswürdigkeiten und kündigt jedes Manöver vorher an. Wer bisher nicht wusste, wozu Vorflügel und Landeklappen gut sind, wird das danach wissen. Und dann ist auch klar ist, welche Geräusche warum entstehen und welche technische Vorgänge dahinter stecken. Wer danach wieder in ein Flugzeug steigt, hört die Geräusche beim Start sicher anders.