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Dresden verwandelt diese Asphalt-Straße in eine grüne Allee

Blick entlang einer Straße mit historischen Villen und großen Bäumen. Die rechte Fahrbahnseite ist mit rot-weißen Gittern abgesperrt, dahinter steht ein gelber Minibagger. Auf dem freien linken Gehweg steht eine klassische Straßenlaterne.
Start für die neue Allee: Auf der Augsburger Straße haben die Tiefbauarbeiten für 61 neue Bäume begonnen. Bis Ende 2026 soll das grüne Klimaschutzprojekt in Blasewitz abgeschlossen sein. Foto: CdH
Von: Dresden News
Jahrelang haben die Anwohner darauf gewartet, jetzt rollen die Bagger an: Ab Montag wird die Augsburger Straße in Blasewitz massiv umgestaltet. Für über eine halbe Million Euro ziehen 61 neue Klima-Bäume ein - doch für Autofahrer wird es eng.

Dresden. Ein langes Warten hat ein Ende: Wo sich bisher an heißen Sommertagen der Asphalt aufheizte, entsteht in den kommenden Monaten eine neue grüne Allee. Die Stadt Dresden reagiert damit auf den langjährigen Wunsch der Anwohnerschaft und investiert massiv in den Hitzeschutz im Stadtteil Blasewitz. Seit Montag, 22. Juni 2026, pflanzt das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft auf der Augsburger Straße insgesamt 61 neue Straßenbäume, um den historischen Charakter des Denkmalschutzgebietes wiederherzustellen.

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Die drei Bauabschnitte im Überblick

Die Arbeiten erstrecken sich sowohl auf den nördlichen als auch auf den südlichen Fußweg. Um die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, wird das Projekt in drei aufeinanderfolgenden Abschnitten umgesetzt:

  • Abschnitt 1 (Spenerstraße bis Barbarossaplatz): Hier wird mit den Arbeiten begonnen; insgesamt werden 5 neue Bäume gepflanzt.
  • Abschnitt 2 (Bergmannstraße bis Ermelstraße): Der mittlere Bereich erhält mit 27 Bäumen einen Großteil der neuen Begrünung.
  • Abschnitt 3 (Ermelstraße bis Altenberger Straße): Zum Abschluss des Projekts werden in diesem westlichen Abschnitt 29 Bäume gesetzt.

Da die Bedingungen im städtischen Raum anspruchsvoll sind, beginnen die Maßnahmen zunächst mit intensiven Tiefbauarbeiten zur Vorbereitung der Baumstandorte. Die Arbeiter verlegen Leitungen um, tauschen das Erdreich aus und stellen die Baumscheiben her, wofür auch Anpassungen an den Fußwegen notwendig sind. Die eigentliche Pflanzung der Bäume erfolgt dann zu Beginn der optimalen Pflanzsaison ab Oktober 2026. Das gesamte Vorhaben soll bis Ende Dezember 2026 abgeschlossen sein. Für die umfangreichen Erdarbeiten sowie eine anschließende dreijährige Anwachspflege hat die Stadt die Fachfirma Kohout´s Garten- und Landschaftsbau beauftragt.

Robuste Baumarten für das Stadtklima der Zukunft

Bei der Wahl der Bäume setzt die Stadtverwaltung gezielt auf Arten, die den veränderten klimatischen Bedingungen in der Stadt trotzen können. Zum Einsatz kommen der Herbstflammen-Ahorn und die Winter-Linde der Sorte Roelvo.

„Die ausgewählten Baumarten sind besonders gut geeignet für Standorte im überwärmten Innenstadtbereich aufgrund ihrer Toleranz gegenüber Hitze und Trockenheit“, erklärt Amtsleiter Dr. Sascha Döll. Zudem hätten sich diese Arten bereits an anderen Standorten im Dresdner Stadtgebiet bewährt und fügten sich optisch hervorragend in den vorhandenen Baumbestand ein.

Laut Döll greift das Amt mit der Maßnahme eine Initiative auf, die in der Bevölkerung tief verwurzelt ist. Seit vielen Jahren erreichten die Verwaltung zahlreiche Anfragen aus der Bürgerschaft für genau diesen Straßenabschnitt. Das Interesse an einer nachhaltigen Stadtbegrünung sei groß, was sich auch in einer außerordentlich hohen Spendenbereitschaft der Dresdnerinnen und Dresdner zugunsten des Fonds Stadtgrün niederschlage. Auch der Stadtbezirksbeirat Blasewitz unterstützt das Vorhaben politisch und finanziell.

Bürger und Großprojekte finanzieren das Stadtgrün

Die Gesamtkosten für das Großprojekt belaufen sich auf rund 569.405 Euro, worin neben der Planungs- und Bauphase auch die Baugrundgutachten sowie die dreijährige Nachpflege enthalten sind. Die Finanzierung ruht auf mehreren Säulen: Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft trägt mit etwa 379.280 Euro den Löwenanteil. Der Stadtbezirk Blasewitz steuert 55.375 Euro bei. Weitere 118.800 Euro stammen aus zweckgebundenen Ausgleichszahlungen für die Großprojekte des Neubaus des Herzzentrums und der Erschließung des Bosch-Standorts. Bemerkenswerte 15.950 Euro der Gesamtsumme stammen aus direkten Spenden der Dresdner Bürgerschaft.

Die Neupflanzungen sind fest im übergeordneten Straßenbaumkonzept der Landeshauptstadt Dresden verankert. Ziel dieses Konzeptes ist es, den Charakter der historischen Straßenräume im Denkmalschutzgebiet Blasewitz/Striesen-Nordost dauerhaft zu sichern und an die Herausforderungen des Klimawandel anzupassen.

Temporäre Einschränkungen für Anwohner und Verkehr

Während der mehrmonatigen Bauarbeiten müssen sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer auf zeitweise Einschränkungen einstellen. Auf beiden Fußwegseiten der Augsburger Straße fallen im Bereich des jeweiligen Bauabschnitts die Parkmöglichkeiten seitlich der Fahrbahnen temporär weg. Die Gehwege selbst bleiben für Fußgänger durchgängig nutzbar und werden entsprechend beschildert. Die Stadtverwaltung stellt zudem klar, dass die Zugänge zu den Wohnhäusern sowie alle Grundstückszufahrten zu jeder Zeit für die Anlieger erreichbar bleiben.

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