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Dresden übernimmt die Führungsrolle im deutschen Frauenvolleyball

Dresden übernimmt die Führungsrolle im deutschen Frauenvolleyball
Jubel beim VC Olympia: Dresden ist zum zentralen Elitestandort im deutschen Frauenvolleyball ernannt worden. Fotoquelle: VC Olympia
Von: Cornelius de Haas

Irgendwann in den nächsten Jahren wird eine junge Frau in einem deutschen Volleyball-Trikot aufschlagen, und jemand wird sagen: Die kommt aus Dresden. Dass dieser Satz bald öfter fallen soll, ist nun offizielle Verbandspolitik.

Der Deutsche Volleyball-Verband hat Dresden zum zentralen Elitestandort im deutschen Frauenvolleyball ernannt. Künftig sollen dort die besten Nachwuchsspielerinnen des Landes ausgebildet werden – mit dem Ziel, sie an die Nationalmannschaft heranzuführen.

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Dresden wird zentraler Elitestandort im Frauenvolleyball

Bisher war Dresden einer von vier gleichrangigen Bundesstützpunkten im Frauenbereich, neben Schwerin, Münster und Stuttgart. Mit der Reform rückt Dresden aus dieser Reihe heraus. Top-Talente aus ganz Deutschland sollen gezielt an den Standort gelenkt, früher identifiziert und systematisch gefördert werden.

„Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen Weltstandard erreichen – mit professionelleren Strukturen und einer engeren Verzahnung mit unseren Nationalmannschaften", sagt DVV-Vorstand Sport Jaromir Zachrich. Gleichzeitig dämpft er überhöhte Erwartungen: Diese Reform sei ein langfristiger Prozess, kein schneller Durchbruch.

Reform im DVV: Mehr Förderung, klare Standards

Konkret bedeutet die neue Rolle einen besseren Betreuungsschlüssel, den Ausbau medizinischer und sportwissenschaftlicher Begleitung sowie zusätzliche Trainerstellen. Verbindliche Kooperationsvereinbarungen sollen erstmals einheitliche Qualitätsstandards und klare Zuständigkeiten festschreiben.

Die Entscheidung fiel nicht ohne Grund auf Dresden. Der VC Olympia hat in den vergangenen Jahren konstant gute Arbeit geleistet – und konnte dabei auf Sponsoren und Partner aus der Region zählen, die die Nachwuchsarbeit mitfinanziert haben. Der Verein spricht gegenüber seinen Unterstützern offen davon, dass die neue Rolle auch neue Verantwortung mit sich bringt: Die Erwartungen steigen, die Mittel müssen mitwachsen.

Perspektive Nationalmannschaft: Ausbildung für die Zukunft

Langfristig denkt der DVV in großen Kategorien. Dresden soll der Ort werden, an dem die Nationalspielerinnen von morgen ausgebildet werden – perspektivisch mit dem Ziel, Deutschland wieder um olympische Medaillen kämpfen zu lassen.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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