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Dresden: Riesenrad-Betreiber und Stadtfest unterstützen Sanierung des Römischen Bades

Baubürgermeister Stephan Kühn und Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch halten gemeinsam einen übergroßen Null-Euro-Souvenirschein des Canaletto-Stadtfests vor blauen Riesenrad-Gondeln.
Geld für das Römische Bad: Baubürgermeister Stephan Kühn und Oscar Bruch mit dem 0-Euro-Schein. Zusammen mit der Riesenrad-Spende fließen rund 19.000 Euro frische Mittel für die Sanierung an die Stadt. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
19.000 Euro auf einen Streich: Mit Hilfe von Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch und signierten Souvenirs von Hip-Hop-Stars wie 01099 nimmt die Rettung des Römischen Bades Fahrt auf. Warum die Stadt trotzdem noch viel Geld braucht und wie Fledermäuse den Bauplan bestimmen.

Dresden. Die Sanierung des Römischen Bades im Park von Schloss Albrechtsberg erhält neuen finanziellen Rückenwind. Der Betreiber des Riesenrads am Postplatz, Oscar Bruch, hat der Stadt Dresden am Montag eine Spende über 5.000 Euro übergeben. Zusammen mit den Erlösen aus einer Souvenir-Aktion des Canaletto-Stadtfests fließen der Spendenkampagne damit rund 19.000 Euro an frischen Mitteln zu.

Verkauf von Souvenirs und Versteigerung auf eBay

Der Großteil der Stadtfest-Spenden stammt aus dem Verkauf eines auf 3.000 Stück limitierten „Null-Euro-Scheins“. Nach Angaben von Baubürgermeister Stephan Kühn bringt die Aktion allein rund 14.000 Euro für die Sanierung ein. Ende der Woche sollen zudem von beteiligten Künstlern - darunter die Dresdner Band 01099 sowie die Gruppe Juli - signierte Exemplare über eBay versteigert werden, um den Erlös weiter zu steigern.

Riesenrad-Betreiber Oscar Bruch begründete sein Engagement mit der Verbundenheit zur Stadt. Seit neun Jahren schlage sein Betrieb im Sommer seine Zelte in Dresden auf. Der Postplatz sei für das Familienunternehmen in dieser Zeit zu einem zweiten Zuhause geworden.

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Spendenziel liegt bei einer Million Euro

Mit den neuen Beträgen wächst der aktuelle Spendenstand auf rund 165.000 Euro an. Das von der Stadt gesteckte Ziel liegt allerdings deutlich höher: Um den zweiten Bauabschnitt der historischen Anlage umzusetzen, benötigt die Verwaltung insgesamt eine Million Euro an Spenden. Diese Gelder dienen als Eigenanteil, um weitere Fördermittel abzurufen.

Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf voraussichtlich 3,5 Millionen Euro. Geplant ist, das historische Wasserbecken instand zu setzen sowie die Kolonnaden und die Fontäne wieder in Betrieb zu nehmen. Verläuft die Finanzierung nach Plan, soll das Wasser 2028 wieder fließen.

Bauablauf richtet sich nach dem Artenschutz

Die Arbeiten am Römischen Bad sind eng an den Naturschutz gekoppelt, da das Areal Vertretern von 16 der 23 in Sachsen vorkommenden Fledermausarten als Quartier dient. Ab Spätsommer ruht das Baugeschehen an den Kolonnaden wegen der Tiere weitgehend. Die Sanierung dieser Abschnitte sind soweit vorangeschritten, sodass das Gerüst bereits abgebaut werden kann. Am westlichen Pikkolo laufen die Arbeiten noch bis Oktober weiter.

Fernansicht von Schloss Albrechtsberg über die Elbwiesen. An den Hangterrassen befindet sich die Baustelle des Römischen Bades, an dessen Kolonnaden das Gerüst bereits abgebaut wurde.
Fortschritt am Elbhang: An den Kolonnaden des Römischen Bades unterhalb von Schloss Albrechtsberg ist das Gerüst gefallen. Bis 2028 soll die historische Brunnenanlage für insgesamt 3,5 Millionen Euro saniert werden. Foto: CdH

Benefizlesung im Schloss Albrechtsberg

Weitere Unterstützung kommt aus der Kultur: Am Dienstag, 25. August 2026, liest der Dresdner Schauspieler Lars Jung um 19 Uhr im Kronensaal von Schloss Albrechtsberg Liebesbriefe aus acht Jahrhunderten. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf fließen ebenfalls direkt in die Sanierung der Brunnenanlage.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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