Dresden. Kurz vor der Stadtratsabstimmung über die neue Carolabrücke fordert das drittplatzierte Ingenieurbüro Grassl den Ausschluss der beiden führenden Entwürfe. Wie die Sächsische Zeitung (SZ) berichtet, hat der geschäftsführende Gesellschafter Hans Grassl über seine Anwälte eine Rüge bei der Stadt eingereicht und verlangt, die Entwürfe von LAP und FHECOR/TSSB aus der Wertung zu nehmen. Setzt er sich durch, rückt sein eigener Entwurf nach vorn.
Grassl beruft sich auf ein Gutachten von Fachanwälten. Bereits in einer Pressemitteilung vom 15. August hatte das Büro das Begleitgremium gebeten, die Entwürfe noch einmal eigenständig zu bewerten. Als strittige Punkte nennt es die Genehmigungsfähigkeit, den Hochwasserabfluss, die Barrierefreiheit und die städtebauliche Einbindung. Die beiden Favoriten seien nach Grassls Auffassung nicht ohne aufwendiges Planfeststellungsverfahren genehmigungsfähig. Belegt ist das nicht, die Stadt prüft die Entwürfe noch. Nach SZ-Angaben setzten Grassls Anwälte mit der Rüge eine Frist bis Freitag, 14 Uhr.