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Brutale Attacke nach Busfahrt in Dresden: Angreifer bricht Mann die Nase

Nahaufnahme eines Mannes mit deutlichen Verletzungen im Gesicht: Die Nase ist großflächig mit einem beigefarbenen Pflaster fixiert, beide Augen weisen starke dunkle Hämatome und Schwellungen auf. Auf dem Kopf ist eine kleine Kruste erkennbar. Das Bild enthält Texteinblendungen, die sich bei Zeugen b
Zeugensuche nach Gewaltakt in Dresden: Dieses Foto zeigt die schweren Gesichtsverletzungen des 40-jährigen Opfers nach dem Angriff in der Schweriner Straße. Der Mann erlitt unter anderem einen Nasenbeinbruch sowie eine Schädelprellung und bittet nun die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Identifizierung der Täter. Die Veröffentlichung dieses Bildes erfolgt mit ausdrücklicher Zustimmung des Geschädigten. Foto: privat
Von: Cornelius de Haas
In der Nacht zum Sonntag eskalierte eine Situation in der Linie 68. Nach dem Ausstieg wurde ein Fahrgast angegriffen und verfolgt.

Nach einer Busfahrt durch die Innenstadt ist ein Mann in der Nacht zum Sonntag von mehreren Angreifern attackiert und verletzt worden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Täter sind weiterhin flüchtig – Videoaufnahmen vom Tatort gibt es nicht.

Der Fall wurde zunächst über einen Beitrag im Netzwerk LinkedIn öffentlich. Ein Bekannter des Opfers schilderte dort den Ablauf und rief Zeugen auf, sich zu melden. Die Polizei bestätigt, dass ihr die Tat bereits in der Nacht bekannt wurde: Die Anzeige erfolgte gegen 23:10 Uhr.

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Angriff nach Streit im Bus

Gegenüber diesachsen.de berichtet der 40 Jahre alte Geschädigte, dass er gegen 23 Uhr an der Haltestelle Waltherstraße in die Linie 68 in Richtung Postplatz stieg. Der Bus sei gut gefüllt gewesen. An der Weißeritzstraße sei dann eine Gruppe von sechs bis acht Personen zugestiegen, von denen eine durch aggressives Verhalten aufgefallen sei, laut schrie und gegen die Bustür getreten habe, um weiteren Begleitern den Zustieg zu ermöglichen .

Daraufhin habe der 40-Jährige "ohne Beleidigung versucht, zu sagen, er könne auch ein bisschen leiser sein", woraufhin die Situation eskalierte. Während der Fahrt wurde der Mann aus der Gruppe heraus beleidigt. Andere Fahrgäste hätten den Vorfall zwar wahrgenommen, jedoch nicht eingegriffen und den Fahrer nicht  informiert.

Um der Situation zu entgehen, sei er früher als geplant an der Schweriner Straße ausgestiegen. Doch ohne Erfolg. Beim Aussteigen wurde er von hinten mit einer Flasche am Kopf getroffen. Es folgten Schläge und Tritte. Der Angegriffene versuchte zu fliehen, wurde über die Straße hinweg verfolgt und weiter attackiert, bis er in einem Hauseingang zu Boden ging. Passanten leisteten Hilfe und alarmierten Rettungskräfte. Der Mann kam ins Krankenhaus und wurde noch in der Nacht behandelt.

Laut ärztlicher Diagnose erlitt der Mann unter anderem eine gebrochene Nase, eine Schädelprellung sowie weitere Prellungen. Die Polizei spricht von „leichten Verletzungen“. Hintergrund ist eine formale Einordnung: Als leicht verletzt gelten Personen, die ambulant behandelt werden oder das Krankenhaus innerhalb von 24 Stunden wieder verlassen.

Die Angreifer konnten unerkannt fliehen. Der mutmaßliche Haupttäter wird als männlich beschrieben, mit auffälliger Kleidung und Oberlippenbart. Weitere Details liegen der Polizei vor. Zeugenhinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter (0351) 483 22 33 entgegen.

Darum gibt es keine Videoaufnahmen 

Nach Angaben der Polizei wurde die DVB zwar noch innerhalb der relevanten Frist nach möglichen Aufnahmen gefragt. Der betroffene Bus war jedoch nicht mit Kameratechnik ausgestattet. 

Ein Eintrag zum Vorfall findet sich laut DVB zudem nicht im Leitstellenprotokoll der Nacht. Ob der Fahrer die Situation wahrgenommen hat oder im Nachgang intern meldete, bleibt offen. DVB-Sprecher Falk Lösch hält es aber für unwahrscheinlich, dass der Fahrer etwas mitbekommen hat - vor allem bei einem vollen Bus. "Der Fahrer muss sich in erster Linie um den Verkehr kümmern und hat nicht - auch wenn es manche Fahrgäste gauben - den gesamten Innenraum im Blick."

Die Ermittlungen dauern an.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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