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Achtung Pendler: Brücke Budapester Straße ab heute Nadelöhr

Blick über die Brücke Budapester Straße in Dresden unter wolkenlosem blauem Himmel. Rot-weiß gestreifte Warnbaken auf der linken Seite markieren die Fahrbahnverengung. Im Hintergrund sind die Silhouette der Altstadt, ein gelber Wegweiser zum Hauptbahnhof und ein roter Pkw zu sehen.
Unter akustischer Beobachtung: Während der Verkehr stadteinwärts an den Warnbaken vorbeigeführt wird, wachen über 120 Sensoren im Inneren der Brücke Budapester Straße über die Stabilität des Spannstahls. Archivfoto: CsH
Von: Cornelius de Haas
Wer stadtauswärts Richtung Plauen will, muss ab sofort umdenken. An der Brücke Budapester Straße haben die Sicherungsarbeiten begonnen - und die nächsten Wochen dürften nicht die letzten Einschränkungen bleiben.

Dresden. Seit heute, Donnerstag, 14. Mai, ist die Fahrspur stadtauswärts auf der Brücke Budapester Straße zwischen der Kreuzung Josephinenstraße und der Brückenrampe zur Ammonstraße gesperrt, wie die Landeshauptstadt Dresden mitteilte. Stadteinwärts bleibt die Brücke über die Bahnanlagen von DB und DVB weiterhin befahrbar. Der Verkehr wird kleinräumig umgeleitet.

Kartenausschnitt der Dresdner Innenstadt. Die Budapester Straße verläuft diagonal durch das Bild und kreuzt die Ammonstraße. Weitere sichtbare Straßen sind die Josephinenstraße, Falkenstraße und Polierstraße.
Betroffener Bereich: Die Karte zeigt den gesperrten Abschnitt der Budapester Straße zwischen der Josephinenstraße und der Rampe zur Ammonstraße. Quelle: LHDD

Auch die Buslinie 62 der DVB fährt eine Umleitung. Die Haltestelle Josephinenstraße in Richtung Plauen entfällt - Fahrgäste sollen auf die Haltestelle Prager Straße ausweichen. Für Fuß- und Radverkehr gibt es keine Einschränkungen.

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Schäden am Spannstahl entdeckt

Der Grund: Bei laufenden Bauwerksuntersuchungen wurden an zwei Stellen im Bereich zwischen Ammonstraße und dem innerstädtischen Brückenende Schäden am Spannstahl festgestellt - konkret das typische Schadensbild eines versprödeten Spannstahls. Bereits ab dem 8. Mai war der Verkehr deshalb auf je eine Fahrspur pro Richtung reduziert worden, begleitet von einer Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen.

Ziel der nun beginnenden Maßnahme ist eine dauerhafte Verstärkung der Brücke, die ihren Betrieb für weitere zehn Jahre sicherstellen soll.

Die Brücke steht seit dem Teileinsturz der Carolabrücke im September 2024 unter besonderer Beobachtung. Unmittelbar nach diesem Unglück hatte die Stadt eine Sonderprüfung veranlasst und die messtechnische Überwachung ausgeweitet – darunter die Installation eines akustischen Überwachungssystems. Heute erfassen 122 Schallemissionssensoren sowie rund 850 Meter faseroptische Sensorik das Bauwerk. Das Schallemissionsmonitoring wird während der gesamten Sicherungsarbeiten fortgeführt. Umwelt-Online

Der Großteil der Brücke, einschließlich des Abschnitts über die DB-Bahnanlagen, sei laut Stadtverwaltung unauffällig.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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