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„Beef with a View“: Erste Bilder aus dem Timberjacks an der B170 – BossHoss stürmen die Bühne

Innenansicht einer belebten Bar im Timberjacks Bannewitz. Im Vordergrund stehen bunte, leuchtende Glasbehälter mit Flüssigkeit. Über den Köpfen der Gäste leuchtet der Schriftzug „YOU CAN’T FAKE A STEAK“.
Kulinarisches Statement: Unter dem Motto „You Can’t Fake A Steak“ feierten die Gäste an der Bar den gelungenen Einstand des Timberjacks in Bannewitz. Fotos: CdH
Von: Cornelius de Haas
In Bannewitz brennt das Licht: Während die Rock-Legenden von The BossHoss den Eröffnungsmonat einläuten, blickt die Region gespannt auf das massive Blockhaus an der B170. Nach Jahren der Verzögerung, politischen Richtungsentscheidungen und baulichen Innovationen steht das Timberjacks Bannewitz kurz vor dem regulären Start.

Schon an diesem Samstagnachmittag, Stunden vor dem ersten Konzertabend mit The BossHoss, kommen die ersten Neugierigen auf das Gelände an der B170. Sie sind nicht wegen des Programms hier – sie wollen einfach sehen, wie weit es ist. Mehran Hertwig, bei Timberjacks zuständig für Marketing und Events, wundert das nicht: „Wir spüren die Vorfreude, nicht nur in den sozialen Medien. Es sind heute schon viele Leute vorbeigekommen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen."

Das Besondere an Bannewitz benennt Hertwig schnell: „Die Terrasse ist im Vergleich zu den anderen Standorten riesig – was natürlich auch an dem fantastischen Blick über Dresden liegt." Über die Holzdielen schaut man auf Felder, den Caravaning-Platz nebenan, dahinter die Stadtsilhouette. Den Schriftzug über dem Terrasseneingang hat die Kette entsprechend gewählt: „Beef with a View". Die Grundrisse sind an allen Standorten identisch, in Bannewitz fasst der Innenbereich rund 260 Gäste, der Biergarten bis zu 400 Personen. Innen ist das Restaurant weitgehend fertig: Steinwand, Thekenfront, LED-Wand – alles steht. Die Küche ist besetzt, das Personal im Training.

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Blick auf den überdachten Außenbereich eines Blockhauses mit hölzernen Stehtischen, einem großen Kronleuchter aus Geweihen und der Leuchtschrift „BEEF WITH A VIEW“.
Einladendes Ambiente: Der Terrassenbereich des Timberjacks Bannewitz besticht durch rustikale Holzbalken, einen imposanten Geweih-Kronleuchter und den programmatischen Schriftzug „Beef with a View“.
Weitwinkelaufnahme von der Terrasse des Timberjacks in Bannewitz über eine braune Ackerfläche hinweg auf die im Dunst liegende Stadt Dresden unter strahlend blauem Himmel.
Der Name ist Programm: Von der Terrasse aus bietet sich den Gästen ein weiter Blick über die umliegenden Felder bis hin zur Silhouette von Dresden.
Innenansicht eines hölzernen Pavillons mit einer zentralen, modernen Feuerstelle und Abzug. Im Hintergrund erstreckt sich eine weite Landschaft mit Feldern und der Stadt Dresden unter blauem Himmel.
Rustikale Gemütlichkeit: Die überdachte Feuerstelle im Außenbereich des Timberjacks Bannewitz lädt künftig zum Verweilen ein – den weiten Blick über das Dresdner Elbtal gibt es inklusive.

Entscheidung zwischen Restaurant und Maskenfabrik

Die Geschichte des Projekts reicht zurück bis 2021. Damals entschied der Bannewitzer Gemeinderat sich für Timberjacks – und gegen eine Maskenfabrik, die in der Corona-Hochphase als Alternative auf dem Tisch lag. Bürgermeister Heiko Wersig ist heute noch froh darüber: „Ich glaube, das war trotz der langen Dauer bis zur Fertigstellung die absolut richtige Entscheidung." Der ursprüngliche Investor stieg aus, ein Küchenlieferant meldete Insolvenz an, schlechtes Wetter verzögerte den Rohbau. Eröffnungstermine wurden mehrfach verschoben. Hertwig kündigt nun an: spätestens Ende Mai. Er empfiehlt aber auch "einfach mal vorbei zu kommen", denn eine klassische Eröffnung mit festem Termin wird es ohnehin nicht geben. 

Das Blockhaus haben Zimmerer der Firma Löffler Naturstammhaus aus Brotterode errichtet – für das Thüringer Unternehmen das achte Timberjacks-Großprojekt. Beim Baumaterial setzt die Kette auf CO₂-freien Zement des Unternehmens ecoment aus Sachsen-Anhalt, das Restaurant ist das weltweit erste Gebäude damit. Die Energieeinsparung bei der Herstellung soll bei über 80 Prozent liegen.

Eine weitläufige, leere Holzterrasse an einem dunklen Blockhaus-Gebäude. Massive Holzpfeiler stützen das Dach, im Hintergrund ist eine bewaldete Hügelkette unter strahlend blauem Himmel zu sehen.
Platz für 400 Gäste: Die großzügigen Holzdielen der Terrasse in Bannewitz sind fast fertiggestellt. Hier können Besucher bald das „Beef with a View“-Konzept unter freiem Himmel genießen.
Eingangsbereich einer Blockhütte mit Glasfront und massiven Holzbalken. Über der Tür hängt der beleuchtete Schriftzug "FAITH IS BULLETPROOF". Ein großer Geweih-Kronleuchter hängt unter dem Dachvorsprung.
Einladende Botschaften: Der Schriftzug „Faith is Bulletproof“ über dem Terrasseneingang unterstreicht das kernige Image des neuen Blockhaus-Restaurants an der B170.
Innenansicht eines rustikalen Verkaufsbereichs mit Holzschränken, in denen Kleidung gestapelt ist. Darüber stehen Mannequins mit grauen und schwarzen Hoodies unter einem leuchtenden "BEEF BEER & BBQ" Schild.
Mehr als nur Steaks: Im Timberjacks Bannewitz finden Fans der Marke eine eigene Kollektion aus Hoodies und Accessoires unter dem Motto „Beef, Beer & BBQ“.

Wartezeit sollte zu Beginn einkalkuliert werden

Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Schichtsystem arbeiten. Die Schulung dauert länger als anderswo, weil ausschließlich frisch gekocht wird – keine Convenience-Produkte. Hertwig rät, den ersten Besuch mit Geduld einzuplanen: „Am Anfang sollte man sich auf Wartezeiten einstellen, weil sich alles einruckeln muss. Aber wir wollen niemanden wegschicken." Spontanbesuche sind möglich – „Es lohnt sich sicher, einfach mal vorbeizukommen" –, aber das Haus ist kein Walk-In-Lokal. „Den Besuch bei uns plant man eher langfristig." Reservierungen werden über die Website möglich sein.

Wersig schaut an diesem Tag auch auf den Caravaning-Platz nebenan, der vor drei Wochen eröffnet hat. Bereits heute stehen dort Wohnmobile von Gästen, die wegen des Konzerttermins angereist sind. Und auf der Freifläche zwischen Timberjacks und dem Simmel-Markt könnte bald weiteres entstehen: Nach Wersigs Angaben gibt es Gespräche mit einem möglichen Investor, der dort Chalets errichten könnte. Konkret ist das noch nicht.

Blick in eine professionelle, saubere Gastronomie-Küche aus Edelstahl. Ein Mitarbeiter in schwarzer Arbeitskleidung steht an einem der Herde.
Training für den Ernstfall: Das Team in der modernen Edelstahlküche bereitet sich auf den Verzicht von Convenience-Produkten vor.
Innenansicht einer modernen Bar mit einer langen Reihe von Barhockern. Im Hintergrund eine massive Steinwand mit einer großen LED-Videowand, auf der eine Getränkekarte und ein Filmausschnitt zu sehen sind.
Digitales Herzstück: Die Bar im Timberjacks Bannewitz mit einer großflächigen LED-Wand, die das "Beverage Menu" und atmosphärische Aufnahmen zeigt.
Außenansicht einer Freifläche in Bannewitz, im Hintergrund ein flacher Gewerbebau mit den Schriftzügen Simmel, Rossmann und Aldi unter blauem Himmel.
Wachsender Standort: Der Blick über das mögliche Erweiterungsgelände zum benachbarten Simmel-Markt an der B170.

"Wir gehören fast schon zum Inventar"

„Das Schöne ist, dass so langsam die Räder ineinandergreifen", sagt Wersig. „Ich freue mich über eine kulinarische Bereicherung unserer Gemeinde – und über die neu geschaffenen Arbeitsplätze."

23.30 Uhr, pünktlich. Boss Burns und Hoss Power betreten die Bühne – und Sascha Vollmer alias Hoss Power stellt gleich klar, wie vertraut die Band mit dem Haus ist: „Das müsste unsere neunte Timberjacks-Show sein. Wir gehören also fast schon zum Inventar."

Das Publikum brauchte etwas, bis es warm wurde. Die Gäste waren zunächst recht zurückhaltend, ließen sich aber von der guten Laune der beiden Musiker anstecken. Das Konzert war wie zu Beginn angekündigt nach etwas mehr als einer Stunde zu Ende, eine Zugabe gab es obendrauf. Anschließend standen Völkerl und Vollmer für Fotos und Gespräche an der Bar bereit.

Außenansicht des Timberjacks Restaurants in Bannewitz (B170). Ein dunkles Blockhaus mit dem beleuchteten Schriftzug "TIMBERJACKS" am Giebel. Im Vordergrund sind Bauzäune und eine hölzerne Unterkonstruktion für eine Terrasse zu sehen. Blauer, wolkenloser Himmel.
Endspurt an der B170: Die charakteristische Holzarchitektur des Timberjacks in Bannewitz kurz vor der Fertigstellung. Während im Vordergrund noch an den Außenanlagen gearbeitet wird, ist der markante Schriftzug über dem Eingang bereits weithin sichtbar.
Innenansicht eines modern gestalteten Herren-WCs mit weißen Urinalen vor einer Wand aus dunklen Fliesen und Holzelementen.
Stilvoll bis ins Detail: Der Materialmix aus dunklem Stein und Altholz im Fischgrät-Design setzt das Timberjacks-Konzept auch in den Waschräumen fort.

Erst der Restaurantbetrieb, dann das Konzert

Dass das Konzert erst so spät begann, hat Methode. Erst läuft der klassische Restaurantbetrieb, dann beginnt das Programm. Nach dem Konzert gibt es ein Flying Buffet, die Party läuft open end. Und wer künftig zu einem Konzertabend kommt und früh genug da ist, darf sich auf einen Bonus freuen: Hertwig berichtete, dass Gäste die Möglichkeit haben werden, den Soundcheck der Künstler mitzuerleben. Ob der Premierenabend zufriedenstellend gelaufen sei, bejahte er ohne Zögern.

The BossHoss sind im Sommer als komplette Band unterwegs – zu zehnt statt zu zweit. Ein Termin in der Region: Am 10. Juli spielen sie auf der Festung Königstein. Weitere Konzerte im Timberjacks Bannewitz sind bereits in Planung, Namen folgen, sobald Verträge unterschrieben sind.

Nachtaufnahme eines großen, hell erleuchteten Holzgebäudes (Timberjacks) in dunkler Umgebung. Im Vordergrund sind Umrisse von Bäumen und parkenden Autos zu erkennen.
Stimmungsvolle Kulisse: Das beleuchtete Timberjacks-Blockhaus bei Nacht während des ersten Event-Abends an der B170.
Zwei Musiker (The BossHoss) sitzen auf Barhockern auf einer Bühne vor einem roten Vorhang. Einer singt in ein Mikrofon, der andere spielt Akustikgitarre.
Exklusive Club-Show: Alex Völkerl und Sascha Vollmer von „The BossHoss“ bei ihrem Premierenauftritt im Timberjacks Bannewitz vor rotem Samtvorhang.
Eine Menschenmenge in einem rustikalen Blockhaus-Restaurant schaut in Richtung einer Bühne mit rotem Vorhang. Viele Gäste halten ihre Smartphones hoch, um den Auftritt zu filmen. An der Wand hängen Jagdtrophäen als Dekoration.
Volles Haus: Zahlreiche Besucher verfolgten den Auftritt von The BossHoss im rustikalen Ambiente des neuen Naturstammhauses an der B170.
Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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