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Amerikanische Faulbrut in Dresden-Lockwitz nachgewiesen: Stadt richtet Sperrbezirk ein

Nahaufnahme von Honigbienen auf einer Bienenwabe – Symbolbild zur Amerikanischen Faulbrut.
Nach dem Fund der Amerikanischen Faulbrut in Dresden-Lockwitz müssen Imker im eingerichteten Sperrbezirk ihre Bestände streng kontrollieren und dem Veterinäramt melden. Symbolbild: pixabay/DominikRh
Von: Cornelius de Haas

Nach dem Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut in einer Bienenhaltung in Dresden-Lockwitz haben die Behörden weitreichende Schutzmaßnahmen erlassen. Ein Sperrbezirk rund um den betroffenen Standort soll die weitere Ausbreitung der hochansteckenden Bienenseuche verhindern.

Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurde der Erreger der Amerikanischen Faulbrut in einem Bienenbestand im Stadtteil Lockwitz amtlich bestätigt. Um eine Verschleppung der Bakterien auf benachbarte Völker zu unterbinden, haben das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Landeshauptstadt Dresden sowie das zuständige Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge umgehend Allgemeinverfügungen erlassen.

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Amerikanische Faulbrut in Dresden-Lockwitz: Sperrbezirk und Maßnahmen

Kern der Schutzmaßnahmen ist die Einrichtung einer Schutzzone mit einem Radius von einem Kilometer um den betroffenen Betrieb. Innerhalb dieses Sperrbezirks gelten ab sofort strikte Auflagen für alle Imker. Sämtliche Bienenstände innerhalb der Zone müssen dem Veterinäramt unverzüglich gemeldet werden, vorzugsweise per E-Mail an das Dresdner Veterinäramt. Dabei sind der exakte Standort sowie die Anzahl der Bienenvölker anzugeben. Zudem gilt ein striktes Transportverbot: Es ist untersagt, Bienenvölker, einzelne Bienen, Waben oder Bienenwohnungen aus dem Sperrbezirk herauszuführen oder in diesen hineinzubringen. Alle gemeldeten Völker im betroffenen Gebiet werden nun amtstierärztlich auf den Erreger untersucht.

Der genaue Verlauf des Sperrbezirks ist im Themenstadtplan der Landeshauptstadt Dresden online einsehbar. Die entsprechende Allgemeinverfügung wurde am 27. März 2026 im elektronischen Amtsblatt veröffentlicht.

Erreger, Übertragung und Folgen der Bienenseuche

Die Amerikanische Faulbrut wird durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae verursacht. Der Erreger befällt gezielt die Bienenbrut und zersetzt diese zu einer kaffeebraunen, fadenziehenden Masse. Ohne schnelles Eingreifen führt die Schwächung des Volkes innerhalb kurzer Zeit zum Absterben des gesamten Stocks. Die Übertragung erfolgt meist über kontaminierten Honig, Waben oder infizierte Ausrüstungsgegenstände.

Für den Menschen ist die Tierseuche hingegen völlig ungefährlich. Der Verzehr von Honig ist für Verbraucher weiterhin bedenkenlos möglich, da der Erreger ausschließlich die Larven der Honigbienen schädigt. In Deutschland zählt die Amerikanische Faulbrut zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Aufgrund der hohen Widerstandsfähigkeit der Bakteriensporen, die über Jahrzehnte infektiös bleiben können, ist eine konsequente Überwachung und Sanierung betroffener Bestände gesetzlich vorgeschrieben, um den wirtschaftlichen Schaden für die lokale Imkerei zu begrenzen.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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