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Alarm aus der Branche! „Dresden denkt Tourismus nicht mit“

Alarm aus der Branche! „Dresden denkt Tourismus nicht mit“
Bitte erstelle dazu noch eine passende BU.12:16Dresdens Silhouette bei Nacht: Blick von der Elbe auf die barocke Altstadt mit Hofkirche und Residenzschloss – ein Anblick, den der Tourismusverband künftig noch mehr Gästen aus aller Welt zeigen möchte. Foto: pixabay/VioletArt
Von: Cornelius de Haas

Der Tourismusverband Dresden (TVDD) hat am Donnerstag sein Positionspapier an den Dresdner Stadtrat übergeben. Darin stellt der Verband klare Forderungen an die Stadtpolitik – und macht deutlich, dass er den Tourismus bislang zu wenig in städtischen Entscheidungen berücksichtigt sieht.

Was steckt dahinter?

Grundlage ist ein Parlamentarischer Abend vom November 2025, bei dem die Branche ihre Wünsche an die Politik formuliert hatte. Verbandschef Sebastian Klink bringt es auf den Punkt: Tourismus sei ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der bei Entscheidungen zu Verkehr, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung systematisch mitgedacht werden müsse – bislang passiere das zu wenig.

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Die wichtigsten Forderungen im Überblick

Kongresse und Messen: Der Verband will mehr Investitionen in Messe Dresden und das Congress Center, eine verlässliche Fortführung des städtischen Kongressfonds und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Veranstaltungsorten – inklusive dem Steyer Stadion.

Neue Konzerthalle: Konkret und kostspielig ist die Forderung nach einem Neubau einer Konzerthalle für 7.500 bis 10.000 Besucher. Dieses Segment fehle in Dresden bislang völlig.

Großveranstaltungen: Dresden soll aktiver um überregionale Events werben – als positives Beispiel nennt der Verband die „Finals" und die kommende Bundesgartenschau.

Hotellerie: Keine weiteren Genehmigungen für reine Budgethotels. Stattdessen sollen nur noch Vollservice-Hotels gebaut werden, die aktiv zur Stadtvermarktung beitragen.

Internationales Marketing: Das Budget der Dresden Marketing GmbH soll aufgestockt werden, um mehr ausländische Gäste anzulocken.

Einordnung

Das Papier ist kein unverbindlicher Wunschzettel – der Verband übergibt es direkt an den Stadtrat und verknüpft damit klare politische Erwartungen. Besonders die Konzerthallen-Forderung und das Nein zu Budgethotels dürften in der Stadtpolitik für Diskussionsstoff sorgen. Wie der Stadtrat darauf reagiert, bleibt abzuwarten.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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