Dresden. Fährt der Bus zu selten? Ist die Verbindung zur Arbeit umständlich? Klappt der Weg zum Arzt mit dem ÖPNV? Der ökologische Verkehrsclub VCD will es wissen – und ruft Dresdner Fahrgäste zur Teilnahme am "Mobilitätscheck ÖPNV" auf. Die anonyme Umfrage dauert laut VCD drei Minuten.
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. Dresden steckt in einer ÖPNV-Debatte, die an Schärfe kaum zu überbieten ist - und die nächste Runde kündigt sich bereits an.
Rekordnachfrage – und die nächsten Sparrunden
186,5 Millionen Fahrgäste haben die DVB 2025 in Bus, Bahn, Fähre und Bergbahnen befördert – ein neuer Rekord, die vierte Steigerung in Folge. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um zwei Prozent. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung nutzt den ÖPNV mindestens einmal pro Woche. Im bundesweiten ÖPNV-Kundenbarometer erreichten die DVB den zweiten Platz.
Das klingt nach Erfolg. Ist es auch - aber es löst das Finanzierungsproblem nicht. Der laufende Betrieb verursacht jährliche Kosten von rund 300 Millionen Euro. Zusätzlich zu Ticketerlösen und Ausgleichszahlungen von Bund und Land fließen 25 Millionen Euro direkt aus dem städtischen Haushalt sowie weitere 55 Millionen über die Technischen Werke Dresden. Für 2027 wird bereits ein Sparkonzept vorbereitet. Geprüft werden Anpassungen am 10-Minuten-Takt und Kürzungen auf weniger genutzten Linien.