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867 Tage Haft! Polizei schnappt Dieb im Zug

867 Tage Haft! Polizei schnappt Dieb im Zug
Symbolbild Polizei / pixabay planet_fox
Von: Dresden News
Die Bundespolizei Dresden hat am vergangenen Samstag bei verstärkten Kontrollen drei Männer festgenommen, gegen die teils langjährige Haftstrafen vorlagen. Die Beamten griffen die Gesuchten am Hauptbahnhof sowie in einem internationalen Fernzug auf und überstellten sie direkt in die Justizvollzugsanstalt.

Im Rahmen von intensivierten Fahndungsmaßnahmen kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei am 28. März 2026 mehrere Personen im Stadtgebiet und im grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Die Bilanz des Einsatzes umfasst die Vollstreckung mehrerer Haftbefehle wegen schwerer Eigentumsdelikte, Betrugs und Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz.

Festnahme am frühen Morgen im Hauptbahnhof

Der erste Zugriff erfolgte bereits gegen 03:40 Uhr im Dresdner Hauptbahnhof. Bei der Überprüfung eines 43-jährigen tschechischen Staatsangehörigen stießen die Beamten auf zwei offene Ausschreibungen. Zum einen suchte die Staatsanwaltschaft Dresden den Mann per Vollstreckungshaftbefehl wegen Wohnungseinbruchdiebstahls. Er hat aus diesem Verfahren noch eine Restfreiheitsstrafe von 237 Tagen zu verbüßen.

Zusätzlich lag ein Ersuchen der Ausländerbehörde Passau vor. Gegen den 43-Jährigen besteht seit seiner Abschiebung im Jahr 2024 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für die Bundesrepublik, das bis zum Jahr 2029 befristet ist. Die Polizei lieferte den Mann umgehend in die Justizvollzugsanstalt Dresden ein.

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Betrug und Drogenverstöße führen hinter Gitter

Am frühen Samstagabend gegen 19:00 Uhr kontrollierte die Bundespolizei einen 40-jährigen Deutschen im Bereich des Hauptbahnhofs. Auch in diesem Fall ergab der Abgleich mit den polizeilichen Auskunftssystemen zwei Treffer. Die Staatsanwaltschaft Dresden suchte den Mann wegen Computerbetrugs, wofür eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen festgesetzt war.

Schwerer wog jedoch ein Sitzungshaftbefehl des Amtsgerichts Meißen. Dieser bezog sich auf Verfahren wegen mehrfachen Betrugs sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nachdem ein Arzt die Hafttauglichkeit des Mannes bestätigt hatte, brachten ihn die Beamten ebenfalls in die JVA. Die richterliche Vorführung ist für den heutigen Montag, den 30. März 2026, anberaumt.

Langjährige Haftstrafe im Railjet festgestellt

Den zeitlich letzten, aber umfangreichsten Fahndungserfolg verzeichneten die Einsatzkräfte gegen 23:00 Uhr in einem Fernzug aus Tschechien. Im Railjet 170 auf der Strecke von Prag nach Dresden kontrollierten die Beamten eine dreiköpfige Gruppe. Dabei identifizierten sie einen 34-jährigen moldauischen Staatsangehörigen, gegen den zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Leipzig vorlagen.

Die Verurteilungen basieren auf Diebstählen in besonders schwerem Fall. Der Mann muss aus diesen Verfahren eine Restfreiheitsstrafe von insgesamt 867 Tagen – etwa zweieinhalb Jahre – verbüßen. Da gegen den 34-Jährigen zudem ein wirksames Einreiseverbot besteht, leiteten die Beamten ein neues Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts ein. Auch er befindet sich nun in der Justizvollzugsanstalt Dresden.

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