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70 Millionen Euro in 25 Jahren: So haben sich Dresdens Plattenbauviertel verändert

Ein Skater steht mit seinem Board auf der Spitze eines gelben Rampen-Vulkans in der sanierten Streetsport-Anlage am Omsewitzer Ring in Dresden-Gorbitz. Im Hintergrund stehen Wohnblöcke und Bäume.
Aktiv in Gorbitz: Die sanierte Streetsport-Anlage am Omsewitzer Ring zählt zu den Förderprojekten von „Sozialer Zusammenhalt“. Allein nach Gorbitz flossen bisher über 20 Millionen Euro für ein schöneres Wohnumfeld. Foto: Toni Kretschmer/newpic photography/EWG eG Dresden
Von: Cornelius de Haas
Höhenpromenade in Gorbitz, Bürgerhaus in Prohlis, neuer Bönischplatz in der Johannstadt: Eine Ausstellung im Stadtforum zieht Bilanz nach 25 Jahren sozialer Stadtentwicklung. Sie zeigt, was aus rund 70 Millionen Euro in vier Vierteln geworden ist.

Dresden. Seit einem Vierteljahrhundert fließt Geld über das Bund-Länder-Programm, das früher „Soziale Stadt" hieß und heute „Sozialer Zusammenhalt",  gezielt in vier große Dresdner Wohngebiete. Zum Jubiläum zeigt die Stadt im Stadtforum die Ausstellung „25 Jahre Soziale Stadtentwicklung". Auf 29 Plakaten dokumentiert sie, wie sich Gorbitz, die Nördliche Johannstadt, das Gebiet Am Koitschgraben und Prohlis durch Investitionen in Grünflächen, soziale Einrichtungen, Bildung, Kultur und Orte der Begegnung verändert haben .

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Wann und wo die Ausstellung zu sehen ist

Zu sehen ist die Gesamtschau seit dem heutigen Montag, 24. August, bis zum Mittwoch, 16. September 2026, jeweils montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Sie steht in der „Agora" am Stadtmodell im Stadtforum (1. Obergeschoss), Waisenhausstraße 14. Der Zugang ist barrierefrei, der Eintritt gratis.

Rund 70 Millionen Euro für vier Quartiere

Wo die städtebaulichen und sozialen Herausforderungen besonders groß sind, setzt die Förderung an. „In den vergangenen 25 Jahren flossen insgesamt rund 70 Millionen Euro in diese vier Gebiete", erklärt Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften. Rund 45 Millionen Euro davon kamen als Städtebaufördermittel von Bund, Land und EU, mehr als 22 Millionen Euro steuerte die Stadt aus eigenen Mitteln bei.

Dr. Matthias Lerm und Thomas Pieper stehen lächelnd im Stadtforum Dresden vor Plakaten der Begleitausstellung „25 Jahre Soziale Stadt“. Sie repräsentieren das Amt für Stadtplanung und Mobilität.
25 Jahre Wandel: Dr. Matthias Lerm und Thomas Pieper (v.l.) bei der Eröffnung im Stadtforum. Die Schau zeigt bis 16. September, wie 70 Millionen Euro die Dresdner Quartiere Gorbitz, Prohlis & Co. verändert haben. Foto: Jannes Scharschuch

Ziel sei, Wohnumfeld und Infrastruktur zu verbessern und zugleich das Miteinander im Viertel zu stärken - möglichst gemeinsam mit den Bewohnern. In den vier Quartieren lebt zusammen ein knappes Zehntel der Dresdner Bevölkerung.

Was in den Vierteln entstanden ist

Hinter den Zahlen stehen konkrete Projekte. In Gorbitz (20,2 Millionen Euro Fördermittel) entstanden unter anderem die Höhenpromenade, die Laborschule mit Espencampus, ein Wohngebietspark und eine Streetsport-Anlage. In der Nördlichen Johannstadt (14,5 Millionen Euro) wurden der Bönischplatz, ein Stadtteilhaus und das Familienzentrum des Kinderschutzbundes umgesetzt. Am Koitschgraben (14,5 Millionen Euro) kamen ein erneuerter Stadtteilplatz, der Park am Otto-Dix-Center und eine Freizeitsportanlage hinzu. In Prohlis (17 Millionen Euro) zählen das Bürgerhaus mit Palitzschhof, das Jugendhaus Pixel, eine BMX-Anlage und das Kombibad zu den Schlüsselprojekten. In allen Vierteln wurden zudem Kitas saniert.

Luftbild des modernisierten Kombibads Prohlis in Dresden mit Außenbecken, Wasserrutsche, Liegewiesen und angrenzenden Straßenbahnschienen sowie Plattenbauten im Hintergrund.
Investition in die Zukunft: Das Kombibad Prohlis aus der Vogelperspektive. Es gehört zu den wichtigsten Leuchtturmprojekten des Förderprogramms, über das in den vergangenen 25 Jahren rund 70 Millionen Euro flossen. Foto: Landeshauptstadt Dresden

Die Ausstellung wandert auch in die Stadtteile

Neben der Gesamtschau im Stadtforum ist die Ausstellung auch vor Ort zu sehen. In Prohlis, Am Koitschgraben und in der Johannstadt wurden bereits ortsspezifische Plakate gezeigt. Vom 18. September bis 26. Oktober 2026 macht sie mit den Gorbitzer Schlüsselprojekten im Club Passage am Leutewitzer Ring 5 Station.

Wie es weitergeht

Beendet ist die Arbeit in den Quartieren nicht. In Prohlis gibt der „Masterplan 2030+" die Richtung vor, in Gorbitz werden aktuelle Herausforderungen untersucht. Und ein neues Gebiet ist bereits in der Förderung: Das Quartier „Budapester Straße Ost" wird seit der Förderzusage 2022 und noch bis zum Ende des Förderzeitraums 2032 über das Programm „Sozialer Zusammenhalt" unterstützt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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