Dresden. Bis zur letzten Stimme blieb es eng: Mit 37 Ja- gegen 33 Nein-Stimmen und ohne eine einzige Enthaltung hat der Dresdner Stadtrat am Donnerstag den Nachtragshaushalt für 2026 beschlossen – und damit die seit dem Herbst 2025 geltende Haushaltssperre beendet. Im April war ein erster Anlauf noch gescheitert. Vier Stimmen Vorsprung trennten die Stadt diesmal vom finanziellen Stillstand.
Nachtragshaushalt mit 37 zu 33 Stimmen: Fünf Fraktionen tragen den Kompromiss
Angenommen wurde nicht die ursprüngliche Vorlage des Oberbürgermeisters, sondern ein interfraktioneller Änderungsantrag, der sie ersetzte. Über Wochen hatte eine „Verantwortungsgemeinschaft" aus CDU, Grünen, SPD, FDP/Freie Bürger und der PVP-Kooperation, zu der die Piraten gehören, diesen Kompromiss ausgehandelt. Nötig wurde der Nachtrag durch eine prognostizierte Ergebnisverschlechterung von 144 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Planung, ausgelöst vor allem durch steigende Kosten bei kommunalen Pflichtaufgaben in der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe.