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Dresden: Darum stoppen die DVB ihre Pläne am Pirnaischen Platz

Von: Cornelius de Haas
Die Dresdner Verkehrsbetriebe entscheiden sich gegen den Bau zusätzlicher Gleisbögen am Pirnaischen Platz. Wirtschaftliche Überlegungen spielen eine entscheidende Rolle.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben entschieden, die Idee zusätzlicher Gleisbögen für die Straßenbahn am Pirnaischen Platz nicht weiterzuverfolgen. Diese Entscheidung basiert auf einer umfassenden Prüfung, die auch die Wiederanbindung der Straßenbahn an die neue Carolabrücke einschloss. Dabei wurden verschiedene Varianten des Gleiseinbaus in Betracht gezogen, die von einem Provisorium bis zu einer dauerhaften Lösung reichten.

Je nach gewählter Variante würden die Baukosten zwischen fünf und sieben Millionen Euro liegen. Angesichts der angespannten Haushaltslage sei eine solche Ausgabe wirtschaftlich nicht vertretbar, teilten die DVB am Donnerstag mit. Zudem wären für neue Gleisbögen, die regelmäßig vom Linienverkehr befahren werden, entweder ein Planfeststellungsverfahren oder die Erfüllung spezieller Auflagen notwendig, was mehrere Jahre in Anspruch nehmen könnte.

Ursprünglich war geplant, am Pirnaischen Platz im Sommer 2026 eine temporäre Gleisverbindung für den Linienverkehr einzurichten. Doch diese Idee erweist sich nun aufgrund der finanziellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen als nicht umsetzbar. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden bereits mit den Verantwortlichen der Stadt Dresden besprochen, und die DVB haben entschieden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen.

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Trotz dieser Entscheidung betrachtet Martin Gawalek, Unternehmensbereichsleiter Markt und Verkehr der DVB, die Situation optimistisch: „Für die 2027 anstehende Reparatur von Gleisen und Haltestellen auf dem Dr.-Külz-Ring werden wir eine neue Verkehrsführung ohne die Gleisbögen am Pirnaischen Platz erarbeiten. Dabei wollen wir die Interessen unserer Fahrgäste, aber auch die Belange von Handel, Gastronomie und Kultur im Blick behalten.“

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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