Nach dem Tigerausbruch bei Leipzig mit tödlichen Folgen fordern die Grünen ein Verbot gefährlicher Wildtiere in Privathand. Mitte Mai war ein Tiger im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig entkommen und hatte einen 72-jährigen Mann schwer verletzt. Unlängst starb er an den Folgen des Angriffs im Krankenhaus.
Der Tiger wurde von der Polizei zur Strecke gebracht. Der Tod des Mannes mache betroffen, erklärte Franziska Schubert, Fraktionschefin der Grünen im Landtag. Umso wichtiger sei es jetzt, aus diesem tragischen Fall die richtigen Konsequenzen zu ziehen.
Die Vorkommnisse in Dölzig machten deutlich, dass Sachsen seine Regelungen zur Haltung gefährlicher Wildtiere grundlegend überprüfen müsse, sagte Schubert. «In Sachsen sollte niemand privat Tiger oder andere gefährliche Wildtiere halten dürfen.» Darüber hinaus brauche man klare und praktikable Regeln, eine Registrierung besonders gefährlicher Tierhaltungen, einen funktionierenden Informationsaustausch der Behörden sowie gut ausgestattete Veterinärbehörden, die Kontrollen konsequent durchführen könnten.