Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Umwelt

West-Nil-Virus: Impfung für Pferde empfohlen

West-Nil-Virus: Impfung für Pferde empfohlen
Das sächsische Sozialministerium empfiehlt eine Impfung für Pferde zum Schutz vor einer Infektion mit dem West-Nil-Virus (Archivbild). / Foto: Federico Gambarini/dpa
Von: DieSachsen News
Die Träger der Viren sind winzig klein, können aber eine große Wirkung erzielen. Mücken übertragen das West-Nil-Virus auch auf Pferde. Eine Impfung kann schützen.

Das sächsische Sozialministerium empfiehlt Pferdehaltern eine Impfung gegen eine Infektion mit dem West-Nil-Virus. Zwar seien 2025 im Freistaat keine Fälle bekanntgeworden, dennoch bleibe das Risiko bestehen, teilte das Ministerium mit. Deutschlandweit kam es im vergangenen Jahr zu vier Fällen bei Pferden und zu 16 Fällen bei Vögeln. 2024 sei es mit 204 registrierten Fällen in Deutschland zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen bei Pferden gekommen. Am meisten betroffen waren die Bundesländer Niedersachsen (68 Fälle), Brandenburg (57), Sachsen (17), Sachsen-Anhalt (12) und Schleswig-Holstein (8).

Mehr aus dieser Kategorie

Impfung ist die wichtigste prophylaktische Maßnahme

«Im letzten Jahr sind wir hinsichtlich der Infektion mit dem West-Nil-Virus bei Pferden glücklicherweise verschont geblieben. Dennoch bleibt die Impfung die wichtigste prophylaktische Maßnahme», betonte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Daher sollte vor Beginn der Mückensaison Ende Mai die Grundimmunisierung abgeschlossen sein, damit ein ausreichender Immunschutz der Tiere aufgebaut werden kann. «Wir empfehlen daher jetzt eine Impfung der Pferde.» Die sächsische Tierseuchenkasse unterstützt Pferdehalter mit einer Beihilfe von maximal 20 Euro pro Impfung und Pferd.

Virus wird von Stechmücken übertragen 

Die West-Nil-Virus-Infektion wird durch Stechmücken übertragen. In der Regel komme es bei Pferden zu keinen klinischen Anzeichen, aber auch schwere Verläufe seien möglich, hieß es. «Einige Pferde reagieren mit starken neurologischen Symptomen wie Stolpern, Nachhandlähmungen, Muskelzittern, Schwäche bis zum Festliegen. Ein Teil der Infektionen kann tödlich verlaufen.» Experten raten dazu, Pferde während der Dämmerung in den Stall zu holen und Brutstätten von Mücken wie etwa offene Wasserstellen zu beseitigen. Auch sollte nachts in der Nähe von Pferden kein Licht brennen.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Sachsen News
Artikel von

Sachsen News

Sachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media