Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat gemeinsam mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) und Makkabi Deutschland das vor drei Jahren aufgenommene Pilotprojekt im Kampf gegen Rassismus im Fußball beendet. «Wenn wir die Herausforderungen nicht lösen, werden wir auch irgendwann nicht mehr Fußball spielen oder schauen, wie wir es gewohnt sind», sagte NOFV-Präsident Hermann Winkler im Berliner Stadion An der Alten Försterei, in dem die Ergebnisse vorgestellt wurden. «Wir versuchen, Strukturen für mehrere Kreisverbände zu schaffen und das Thema zu sensibilisieren.»
Nicht auf den Fußball beschränken
Laut den Verantwortlichen wurden 1.169 Amateurvertreter in 165 Vereinen erreicht und 75 Maßnahmen umgesetzt. Knapp 90 Prozent der Teilnehmenden fühlten sich durch die Maßnahmen kompetenter im Umgang mit Rassismus.
Angesichts von mehr als sechs Millionen Mitgliedern im DFB sowie zwei bis drei Millionen Zuschauern in den unteren Ligen sieht DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann noch einen weiten Weg. «Wir müssen das Thema permanent auf der Tagesordnung lassen und dürfen nicht nachlassen», sagte Zimmermann, der das Projekt auch dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ans Herz legen will und Schulen mit beziehen möchte.
Projekt soll bundesweit ausgerollt werden
Im DFB ist nun vorgesehen, das Projekt «bundesweit auszurollen», wie Bonacker sagte. Dabei sollen die ersten Erfahrungen helfen, die er und sein Team gemacht haben: «Wir werden einen ganzheitlichen Ansatz wählen unter dem gesamten Thema Antidiskriminierung.»
Dabei muss neben der Akquise von Fördergeldern auch viel Manpower engagiert werden, um in den Verbänden und Vereinen vorstellig werden zu können. Eine Mammutaufgabe, die Bonacker «bestenfalls im nächsten Jahr» erledigt haben möchte.
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