Der Strukturwandel in den Braunkohleregionen Sachsen ist aus Sicht der politisch Verantwortlichen unumkehrbar und befindet sich auch im Plan. Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) sieht dennoch eine Herausforderung, die sie so formuliert: «Wir haben im Moment noch zu wenig Sichtbares.». Gleichzeitig sei schon vieles auf den Weg gebracht. «Allein an den Finanzhilfen des Bundes sind bereits 940 Millionen Euro für Vorhaben im Lausitzer Revier gebunden, im mitteldeutschen Revier bei Leipzig sind es etwa 400 Millionen Euro», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Für den gestaffelten Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2038 erhalten die betroffenen Länder Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bis zu 40 Milliarden Euro. Auf Sachsen entfallen 25,2 Prozent, also knapp 10,1 Milliarden Euro. Für Projekte im sächsischen Teil der Lausitz sind knapp 6,9 Milliarden Euro vorgesehen, für Vorhaben im Sachsen-Teil des mitteldeutschen Reviers 3,2 Milliarden Euro. Das Geld soll auch in mehrere Großprojekte fließen, darunter zwei Großforschungszentren.