Vier sächsische Städte sollen in einem Modellprojekt Lösungen zum Umgang mit Extremwetter entwickeln. Der Freistaat Sachsen fordert die Vorhaben in Dresden, Leipzig, Nossen und Ottendorf-Okrilla mit insgesamt knapp 950.000 Euro, teilte das Ministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung mit. Die Projekte sollen beispielhaft zeigen, wie Kommunen auf klimatische Herausforderungen wie Hitze und Starkregen reagieren können. Ziel sind Lösungen, die die Wohn- und Lebensqualität verbessern und Innenstädte sowie Ortsteile lebenswert halten.
Städte brauchen konkrete Beispiele, keine abstrakten Konzepte
«Die große Resonanz bei den gestellten Anträgen zeigt: Viele Kommunen – ob Kleinstadt oder Großstadt – wollen ihre Stadt- und Ortskerne besser auf Hitze, Starkregen und Trockenheit vorbereiten. Und was besonders erfreulich ist: Sie sehen ihre Konzepte auch als eine Art "Blaupause" für umsetzbare Beispiele für andere Städte an», erklärte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar. Auf der Straße, dem Schulhof, in der Ortsmitte und auf dem Stadtplatz solle das Klima besser werden. Die Konzepte zeigten, wie gute Planung und deren Umsetzung konkrete Verbesserungen für Menschen vor Ort schafft.
Leipzig will «wassersensible» Straße bauen
Im Fall von Leipzig geht es um das Thema Niederschläge. Im Zuge des Fernwärmeausbaus soll ein Abschnitt der Steinstraße in der Südvorstadt West umgestaltet werden. Geplant ist ein «wassersensibler» Straßenraum, in dem Niederschlagswasser direkt vor Ort versickern kann. Dabei werden Bausteine erprobt, die auch bei weiteren Straßen- und Leitungsbauprojekten eingesetzt werden können. Der Freistaat fördert das Vorhaben mit 250.000 Euro.