Der Sächsische Landtag hat einer Bildungszeit im Freistaat den Weg geebnet. Künftig können Arbeitnehmer dafür drei Tage im Kalenderjahr frei bekommen. Wirtschaftsverbände und Kommunen hatten bis zuletzt gegen den Bildungsurlaub mobil gemacht. Für den Antrag votierten in namentlicher Abstimmung 65 Abgeordnete, dagegen 50 Parlamentarier, drei enthielten sich.
Anliegen kam in Form eines Volksantrages zur Abstimmung
Sachsen war neben Bayern das einzige Bundesland, in dem die Regelung noch nicht galt. Der Gesetzentwurf war als Volksantrag eingebracht worden, für den mehr als 55.000 Unterschriften zusammenkamen. In dem Antrag ging es um fünf Tage Bildungszeit. Per Änderungsantrag der CDU-SPD-Minderheitskoalition wurde er auf drei Tage bezahlte Freistellung reduziert. Offiziell heißt es jetzt Qualifizierungszeit.