Mit einer Solidaritätsdemonstration unter dem Motto «All Eyes on Iran» haben mehrere hundert Menschen in Dresden auf die Lage im Iran aufmerksam gemacht. Zu der Kundgebung hatte das Zentrum Interkultureller Verständigung Dresden (ZIVD) aufgerufen. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, verlief die Versammlung störungsfrei.
Forderungen an Berlin und Kritik an Teheran
Die Demonstration begann am frühen Nachmittag am «Goldenen Reiter» und führte als Aufzug in die Innenstadt bis zur Frauenkirche. Die Dresdner SPD-Bundestagsabgeordnete Rasha Nasr schrieb auf Instagram, es hätten mehr als 350 Menschen an dem Protest teilgenommen. Die Polizeidirektion Dresden äußert sich in der Regel nicht zu Teilnehmerzahlen bei Demonstrationen.
Bei der Kundgebung sprachen nach Angaben des Veranstalters unter anderem Nasr sowie der Grünen-Bundestagsabgeordnete Kassem Taher Saleh. In Redebeiträgen wurde das iranische Regime wegen anhaltender Repression und Hinrichtungen kritisiert. Zudem wurden Forderungen an die Bundesregierung erhoben - darunter mehr Schutz für Exil-Iranerinnen und -Iraner sowie ein konsequenteres Vorgehen gegen mutmaßliche Einfluss- und Spionagestrukturen.