Das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr hat einen neuen Kommandeur. Der 48 Jahre alte Oberst Marco Tkotz löst Oberst Michael Popielas (63) ab, der bei einem feierlichen Appell am Ehrenhain in der Dresdner Graf-Stauffenberg-Kaserne in den Ruhestand verabschiedet wurde. Bei der Zeremonie waren auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mit mehreren Mitgliedern seines Kabinetts und Soldaten aus Polen, Tschechien und den USA dabei. Die Kommandoübergabe nahm Generalleutnant André Bodemann, stellvertretende Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr, vor.
Auch General Bodemann ging auf aktuelle Herausforderungen ein. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sei nicht nur irgendein Konflikt, sondern ein Angriff auf die europäische Friedensordnung. Er zeige jeden Tag, dass Abschreckung, Verteidigungsfähigkeit und gesellschaftliche Resilienz keine abstrakten Begriffe sind. «Sie sind harte Voraussetzungen dafür, dass unsere Werte, dass unsere Freiheit, unsere Demokratie - die eben nicht selbstverständlich sind - weiterbestehen können.»
Kretschmer dankte Popielas und dem Landeskommando für die Arbeit der Bundeswehr auch bei zivilen Einsätzen wie dem Kampf gegen Hochwasser oder Waldbrände. Man habe dem Landeskommando viel zu verdanken. «Wir haben in dieser Zeit immer gewusst: Auf die Bundeswehr ist Verlass.»
Das Luftwaffenmusikkorps Erfurt spielt bei der Zeremonie unter anderem den «Yorkschen Marsch» und das «Steigerlied». Am Ende fuhr Popielas mit seiner Ehefrau Evelyn in einem ESK «Mungo» - einem Einsatzfahrzeug für spezialisierte Kräfte - die Formation der angetretenen Soldaten ab.
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