Trotz bundesweiter Debatten über steigende Grundsteuerlasten hat die Reform in Sachsen im Durchschnitt keine versteckte Steuererhöhung gebracht. Das geht aus einer Analyse des Ifo-Instituts Dresden hervor. Demnach haben die meisten Gemeinden das politische Versprechen einer aufkommensneutralen Umsetzung zum Jahreswechsel eingehalten.
Das kassenmäßige Aufkommen aus der Grundsteuer für bebaute und unbebaute Grundstücke (Grundsteuer B) blieb demnach im ersten Halbjahr 2025 in den meisten Kommunen weitgehend stabil. «Trotz einiger Abweichungen ergibt sich für Sachsen insgesamt ein weitgehend aufkommensneutrales Bild», sagte Ifo-Forscherin Selina Schulze Spüntrup. Die meisten Gemeinden hätten ihre Hebesätze so angepasst, dass das Gesamtaufkommen konstant bleibt. Zwar gebe es einige Gemeinden mit deutlichen Mehreinnahmen, in anderen Gemeinden seien die Einnahmen hingegen sogar gesunken.