Der CDU-Politiker Martin Modschiedler ist vom Sächsischen Landtag zum neuen Integrationsbeauftragten gewählt worden. Seine Fraktion hatte Modschiedler zuvor einstimmig nominiert. Die Wahl verlief auf Antrag der CDU-Fraktion geheim. Am Ende bekam Modschiedler 62 Ja-Stimmen. 61 hatte er gebraucht. 25 Abgeordnete stimmten mit «Nein», 30 enthielten sich.
Jurist mit klaren Worten
Mit dem neuen Amt will Modschiedler «Probleme klar benennen, Sorgen ernst nehmen und auch Grenzen setzen», betonte er in einer Mitteilung bereits nach seiner Nominierung. «In Sachsen ist kein Platz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. In Sachsen ist aber genauso wenig Platz für religiösen Fanatismus oder Asylbewerber, die hier Straftaten begehen.»
Modschiedler, geboren 1967 in Frankfurt am Main, ist seit vielen Jahren fest in Sachsen verwurzelt. Nach dem Jura-Studium in Bonn und Mainz ließ er sich als Rechtsanwalt in Dresden nieder. Seit 2009 gehört er dem Sächsischen Landtag an, wo er seit 2014 als rechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion fungiert. Seine politischen Schwerpunkte liegen eigenen Angaben zufolge in der Stärkung des Rechtsstaats und einer verlässlichen Justiz.