Nach dem Stopp eines umstrittenen Theaterprojekts an einer Oberschule in Schleife in der sächsischen Lausitz sieht das sächsische Landesamt für Schule und Bildung (LASUB) kein Fehlverhalten bei der Schulleitung. Das Projekt, bei dem den Neuntklässlern pornografische Bilder und Inhalte im Klassenzimmer präsentiert worden sein sollen, war der Deutsch-Sorbischen Oberschule den Angaben zufolge im Januar 2026 per E-Mail angeboten worden. Die tatsächliche Umsetzung am ersten Tag habe «in eklatanter Weise» den zuvor skizzierten Zielen und Methoden widersprochen. Aus Sicht der Schule habe es «keinen Anlass zu der Vermutung» gegeben, dass Medien mit potenziell pornografischem Inhalt eingesetzt würden.
Für die Zukunft will die Schulaufsicht gemeinsam mit dem Kultusministerium den Umgang mit externen Anbietern prüfen, heißt es auf Anfrage. Parallel dazu ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Minderjährige.
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