Lehrermangel und kein Geld: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt vor Folgen einer Doppelkrise im sächsischen Bildungswesen. Lehrermangel sei schon seit Jahren ein Problem, sagte GEW-Chef Burkhard Naumann. «Neu ist: Jetzt gibt es auch kein Geld (...) Das ist ein gefährlicher Kurs zulasten der Bildungschancen junger Menschen in Sachsen. Viele Schulen stemmen ihren Alltag nur noch mit größter Kraftanstrengung.»
Nach Einschätzung der GEW müssten für eine komplette Unterrichtsversorgung inklusive Ergänzungsbereich über 4.000 Lehrerinnen und Lehrer zusätzlich eingestellt werden. Hinzu käme noch Ersatz für Lehrkräfte, die im vergangenen Schuljahr ausgeschieden seien. Allein durch die steigende Schülerzahl im neuen Schuljahr seien 770 weitere Lehrer erforderlich. Laut Kultusministerium gibt es nun 438 Menschen mehr im Schuldienst als im vergangenen Schuljahr.