Angesichts der möglicherweise stark steigenden Heizkosten in Sachsen rät die Verbraucherzentrale Mieterinnen und Mietern, ihre Abrechnungen sorgfältig zu prüfen und den eigenen Energieverbrauch kritisch zu hinterfragen. „Bei gestiegenen Heizkosten sollten Mieterinnen und Mieter zunächst ihr eigenes Verbrauchsverhalten genau analysieren“, sagt Lorenz Bücklein, Energiereferent der Verbraucherzentrale Sachsen. Da ein Anbieterwechsel, etwa bei Fernwärme, häufig nicht möglich ist, sei dies oft der effektivste Weg, um Kosten zu senken.
Heizkosten abhängig vom Wohnort
Einheitlich steigen die Heizkosten nach Angaben einiger Anbieter in Sachsen jedoch nicht. Im Raum Dresden sorgen insbesondere ausgelaufene staatliche Entlastungen für höhere Abrechnungen. Zwar hätten sich die Fernwärmepreise nach der Energiekrise wieder stabilisiert, dennoch weisen viele Haushalte höhere Kosten auf. „2024 galt die Preisbremse nicht mehr. Obwohl sich der Preis für Fernwärme im Vergleich zum Krisenjahr 2023 entspannte, erleben die Verbraucher jetzt bei der Abrechnung für das Jahr 2024 eine Kostensteigerung – weil die staatliche Unterstützung fehlt“, erklärt der Dresdner Anbieter Sachsenenergie.
In Leipzig berichten die Stadtwerke hingegen von stabilen bis sinkenden Preisen. Höhere Heizkosten seien dort vor allem verbrauchsbedingt. „Der Hauptgrund für mögliche Heizkostensteigerungen ist somit nicht der Energiepreis, sondern das kältere Wetter im vergangenen Jahr und ein damit verbundener höherer Verbrauch an Heizenergie“, erklärt ein Sprecher.
Im Raum Chemnitz sind die Preise laut dem Anbieter Eins Energie zuletzt sogar leicht gesunken oder nahezu konstant geblieben. Ein erheblicher Heizkostenanstieg aufgrund eines Preisanstiegs sei hier nicht festzustellen, teilt das Unternehmen mit. Allerdings könnte sich die sehr kalte Witterung in den Wintermonaten deutlich auf den Verbrauch und damit auf die Gesamtkosten auswirken.
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