Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) will sich mit Blick auf die Baubranche für schnellere Verfahren, verlässliche Investitionen und weniger Vorschriften einsetzen. Vor der Sonderkonferenz der Bauminister am kommenden Donnerstag in Berlin machte sie klar, dass Bund und Länder gemeinsam handeln müssen, damit Wohnungsbau, Projekte der Infrastruktur und kommunale Investitionen wieder umgesetzt werden können.
Ministerin: Der Bau steckt an vielen Stellen fest
«Der Bau steckt leider nicht nur an einer Stelle fest, sondern an vielen zugleich. Kosten, Verfahren, Standards und Finanzierung bremsen Projekte aus. Deshalb reicht kein einzelner Hebel», sagte Kraushaar auf einer Konferenz des Bauindustrieverbandes Ost in Dresden. Wer wieder mehr bauen wolle, müsse Genehmigungen beschleunigen, Normen auf den Prüfstand stellen und Investitionen planbar machen.
Kraushaar zufolge will Sachsen «digital, pragmatisch und nah an der Praxis» daran mitwirken. Das gehe nur mit dem Bund gemeinsam. Hintergrund ihrer Ansage sind die anhaltend schwierigen Bedingungen für die Bauwirtschaft. Bundesweit wurden 2025 so wenige Wohnungen fertiggestellt wie seit mehr als zehn Jahren nicht. Zugleich belasten hohe Baukosten, unsichere Lieferketten, Finanzierungskosten und komplexe Vorgaben die Branche.