Die Fernwärme in Dresden soll Schritt für Schritt klimafreundlich und CO2-frei erzeugt werden. Dafür wird nun an der Technischen Universität (TU) Dresden erstmalig die Abwärme von Servern genutzt: Drei Großwärmepumpen wandeln die überflüssige Abwärme der Hochleistungsrechner der Universität in Fernwärme um. Das teilten der Kommunalversorger SachsenEnergie, die TU und der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement gemeinsam mit. Das Vorhaben wurde seit 2023 als eines der ersten Abwärmeprojekte dieser Art in Deutschland realisiert.
Mit einer Gesamtleistung von 3,9 Megawatt könnten so bis zu 24.000 Megawattstunden grüne Wärme pro Jahr erzeugt werden – genug, um etwa 3.700 durchschnittliche Dresdner Haushalte zu versorgen. Im Vergleich zur herkömmlichen Fernwärmerzeugung mit Gas werden damit den Angaben nach rund 2.700 Tonnen CO2 vermieden.
Die nachhaltige Nutzung der Abwärme der Hochleistungsrechner der TU Dresden sei beispielgebend dafür, wie die Landeshauptstadt ihre Klimaziele erreichen könne, betonte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Zugleich zeige das Projekt, wie eine größere Unabhängigkeit von Gas in der Wärmeversorgung erreicht werden könne.